19.06.2017 | Welt London: Minivan rast in Menschenmenge - ein Toter

In London ist erneut ein Fahrzeug in eine Gruppe Menschen gefahren. Alle Infos gibt's bei uns.

  • <p class="text-center">Ein weiterer schwerer Zwischenfall erschüttert London.</p>

    Ein weiterer schwerer Zwischenfall erschüttert London.

    Tim Ireland / dpa
  • <p class="text-center">Nahe einer Moschee ist offenbar ein Fahrzeug in eine Gruppe von Menschen gefahren. Hier stehen einige Polizisten derzeit Wache.</p>

    Nahe einer Moschee ist offenbar ein Fahrzeug in eine Gruppe von Menschen gefahren. Hier stehen einige Polizisten derzeit Wache.

    Tim Ireland / dpa
  • <p class="text-center">Männer beten am 19.06.2017 in London, Großbritannien, im Stadtteil Finsbury Park. Im Londoner Stadtteil Finsbury Park hat es nach Polizeiangaben einen schweren Zwischenfall mit mehreren Opfern gegeben.</p>

    Männer beten am 19.06.2017 in London, Großbritannien, im Stadtteil Finsbury Park. Im Londoner Stadtteil Finsbury Park hat es nach Polizeiangaben einen schweren Zwischenfall mit mehreren Opfern gegeben.

    Yui Mok / dpa
  • <p class="text-center">Über Motive ist derzeit nichts bekannt.&nbsp;Wie die Polizei am Montagmorgen weiter mitteilte, haben Anti-Terror-Spezialisten die Ermittlungen übernommen.</p>

    Über Motive ist derzeit nichts bekannt. Wie die Polizei am Montagmorgen weiter mitteilte, haben Anti-Terror-Spezialisten die Ermittlungen übernommen.

    Tim Ireland / dpa

Gut zwei Wochen nach dem Terroranschlag im Zentrum Londons ist die britische Hauptstadt erneut in heller Aufregung. Wieder rast ein Lieferwagen in eine Menschenmenge, wieder gibt es Opfer zu beklagen. Sind diesmal Muslime das Ziel gewesen?

Was ist passiert?

Am heutigen Morgen ist offenbar ein Auto in eine Gruppe von Menschen gefahren. Das Ganze soll sich im Londonder Stadtteil Finsbury Park vor einem muslimischen Gemeinschaftshaus in der Nähe einer Moschee zugetragen haben - das berichtet der Britische Rats der Muslime. Aus seiner Sicht könnte es sich um einen gezielt gegen Muslime gerichteten Anschlag gehandelt haben. «Von den Augenzeugenberichten her scheint es, als wäre der Täter von Islamhass motiviert gewesen», schrieb der Rat am frühen Montagmorgen auf Twitter.

Anti-Terror-Spezialisten im Einsatz

Bei dem blutigen Zwischenfall ist ein Mann getötet worden - zehn Verletzte gibt es. Bei den Opfern soll es sich nach übereinstimmenden Angaben vornehmlich um Muslime handeln, die nach dem Ende eines Gebets auf die Straße getreten waren. Unklar war zunächst, ob das Fahrzeug mit Absicht in die Menschenmenge gesteuert wurde. Mehrere Medien zitierten Augenzeugen, die dies bejahten. Wie die Polizei am Montagmorgen weiter mitteilte, haben Anti-Terror-Spezialisten die Ermittlungen übernommen.

Ist der Täter gefasst?

Augenzeugen hatten den 48-jährigen Fahrer des Lieferwagens nach Polizeiangaben festgehalten, bis Beamte eintrafen und ihn festnahmen. Der Mann sei «als Vorsichtsmaßnahme» in ein Krankenhaus gebracht worden und werde auf seine psychische Gesundheit untersucht. Nach Polizeiangaben gibt es bislang keine Erkenntnisse zu weiteren Verdächtigen. Medienberichten zufolge wollen Augenzeugen hingegen zwei Männer gesehen haben, die aus dem Minivan ausgestiegen seien, nachdem dieser in die Menschengruppe gefahren war.

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