Tui Travel rutscht tiefer in rote Zahlen

Nach der harten Wintersaison deutet sich für Tui Travel eine Trendwende an. Bild vergrößern Die Wirtschaftskrise und rückläufige Urlauberzahlen machen dem größten europäischen Reiseveranstalter Tui Travel weiter zu schaffen. Die Tui-Tochter rutschte im ersten Geschäftsquartal tiefer in die roten Zahlen.

Das Unternehmen sieht aber einen Aufwärtstrend.

«Die nachhaltige Verbesserung der Nachfrage in einer Reihe von Monaten machen uns zuversichtlicher, dass wir das Schlimmste hinter uns haben», sagte Vorstandschef Peter Long am Dienstag in London.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember schrieb Tui Travel einen Verlust von 124 Millionen britische Pfund (142 Mio Euro), fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Reiseveranstalter schreiben im Winterhalbjahr typischerweise rote Zahlen, die Gewinne werden vor allem im Sommer eingefahren. Der Umsatz sank im ersten Quartal um acht Prozent auf rund 2,5 Milliarden Pfund (2,9 Mrd Euro). Tui Travel in London gehört zu 54 Prozent zum Tui-Konzern in Hannover, der seine Quartalszahlen am kommenden Montag vorlegen will.

Nach der harten Wintersaison deutet sich für Tui Travel eine Trendwende an. Nachdem die Urlauberzahlen im Winter fast durchweg zurückgingen, verzeichnet das Unternehmen für den bevorstehenden Sommer teilweise wieder anziehende Buchungen. In den verbleibenden Quartalen des Jahres dürfte sich die Lage weiter verbessern, sagte Long. In Deutschland muss sich Tui Travel für die Sommersaison bislang mit acht Prozent weniger Buchungen begnügen. Das Unternehmen will weiter mit einem flexiblen Angebot auf einen möglichen Rückgang der Nachfrage reagieren.

Aufwind erhofft sich Long von der Umorganisation der Fluglinie Tuifly, deren Städteverbindungen inzwischen von Air Berlin gemanagt werden. Auch das neue Engagement in Kanada solle zum Gewinn beitragen - ebenso die Synergien, an denen das aus dem Zusammenschluss des früheren Tui-Reisegeschäfts und der ehemaligen First Choice Holidays entstandene Unternehmen seit zweieinhalb Jahren arbeitet. (Quelle: London/Hannover (dpa/lby))


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