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Die Hoffnungen auf den Außenhandel als Treiber der deutschen Wirtschaft haben einen Dämpfer erhalten: Im Januar sanken die Ausfuhren im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 6,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.
Die Einfuhren nahmen gleichzeitig um 6,0 Prozent zu. Verglichen mit dem sehr schwachen Januar 2009 ergab sich bei den Ausfuhren ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.
Die Einfuhren verringerten sich auf Jahressicht um 1,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Wirtschaftskrise die deutschen Exporteure mit voller Wucht getroffen. Die Ausfuhren waren gegenüber Januar 2008 um dramatische 20,7 Prozent abgestürzt. Zum Jahresende 2009 zogen die Exporte dann aber wieder an, was Experten als Zeichen für eine allmähliche Konjunkturerholung sahen.
Daher werteten Volkswirte der Commerzbank die «überraschend schlechte Zahl» im Monatsvergleich auch nicht als «Ende der Erholung der Exporte»: «Die weiter wachsende Weltwirtschaft und die sich bis zuletzt aufhellenden Exporterwartungen der Unternehmen deuten darauf hin, dass in den kommenden Monaten die Exporte wieder zulegen werden.» Auch die Auftragseingänge in der Industrie seien in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, die Kapazitätsauslastung habe ihren Tiefpunkt durchschritten. Deshalb sind die Konjunkturexperten trotz des Rückschlags zum Jahresauftakt überzeugt: «Die deutsche Wirtschaft wird sich weiter erholen.» Der Außenhandel werde dazu einen spürbaren Beitrag leisten.
Auch der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) sieht keine Anzeichen für ein Ende der Impulse durch den Außenhandel: «Trotz eines verhaltenen Starts stehen die Zeichen auf Erholung. Die Schwellenländer sind die Gewinner der Krise und bleiben auf absehbare Zeit die Wachstumstreiber für die Weltwirtschaft», sagte Verbandspräsident Anton F. Börner in Berlin.
Im Januar wurden nach Angaben der Statistiker aus Deutschland Waren im Gesamtwert von 63,9 Milliarden Euro ausgeführt. Eingeführt wurden Waren im Wert von 56,0 Milliarden Euro.
Der Überschuss der deutschen Handelsbilanz fiel von Dezember auf Januar wegen der kräftig gestiegenen Einfuhren deutlich von 13,4 auf knapp 8,0 Milliarden Euro. Dieser Wert lag aber über dem Januar 2009 mit 7,1 Milliarden Euro.
Der Exportrückgang zum Jahresauftakt ist insbesondere auf die schwachen Ausfuhren in andere Euro-Länder zurückzuführen. In die Länder der Eurozone wurden Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro geliefert - ein Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch die Importe aus diesen Staaten gingen um 1,5 Prozent auf einen Wert von 25,4 Milliarden Euro zurück. «Die Folgen der Wirtschaftskrise zeigen sich insbesondere in Südeuropa, wo die Investitionszurückhaltung negativ auf die Nachfrage nach deutschen Produkten durchschlug», sagte Börner.
Hingegen konnten die deutschen Exporteure in die EU-Länder außerhalb der Eurozone Waren im Wert von 12,9 Milliarden Euro liefern (+ 1,2 Prozent). Die Warenausfuhr in Drittländer stieg im Januar auf Jahressicht um 2,5 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro. (Quelle: Wiesbaden (dpa/lby))
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09.02.2012: Neue Schuhe, neuer Fernseher, neues Auto: Die Kauflust der Deutschen legt nach Einschätzung von Konsumexperten in diesem Jahr um ein weiteres Prozent zu. «Der private Konsum leistet damit einen Beitrag zur Konjunktur und verhindert ein Abgleiten in die Rezession», sagte der Vorstandschef des Marktforschungsunternehmens GfK, Matthias Hartmann, am Donnerstag in Nürnberg.
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