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Der drittreichste Mann der Erde lebt bescheiden: Der legendäre US-Investor Warren Buffett hat sich auch im vergangenen Jahr ein Gehalt von lediglich 175 000 Dollar (129 000 Euro) gegönnt.
100 000 Dollar erhielt er als Chef seiner Investmentholding Berkshire Hathaway, weitere 75 000 Dollar bekam er als Verwaltungsrats-Mitglied der «Washington Post».
Seit fast drei Jahrzehnten flattert dem 79-Jährigen damit der gleiche fixe Gehaltsscheck ins Haus.
Boni lehnt Buffett ab, sowohl für sich, als auch für seine direkten Mitarbeiter. Er ist einer der schärfsten Kritiker einer ausgeuferten Managervergütung. Erst jüngst wetterte er gegen Bankchefs, die trotz Versagens üppige Bezüge kassieren zu Lasten der Aktionäre und der Steuerzahler. Wenn der Chef einer Bank versage, müsse das «einschneidende» finanzielle Konsequenzen haben, forderte er.
Privates und Geschäftliches trennt Buffett strikt. Er legt Wert darauf, Firmenjets lediglich für geschäftliche Zwecke zu benutzen. Für persönliche Anrufe und Porto erstattete er Berkshire Hathaway im vergangenen Jahr 50 000 Dollar, wie er am Donnerstag in einer Eingabe an die US-Börsenaufsicht SEC aufschlüsselte. Einzig die Kosten für seine persönliche Sicherheit lässt er die Firma übernehmen, die dafür im vergangenen Jahr 344 490 Dollar aufwendete.
Buffett ist das Streben nach Luxus fremd. Er lebt noch heute im selben Haus in Omaha (US-Bundesstaat Nebraska), das er 1958 für 31 500 Dollar gekauft hatte. Bei öffentlichen Auftritten wirkt er zutiefst bescheiden. Dabei schaffte seine Berkshire Hathaway im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise einen Gewinn von unterm Strich 8,1 Milliarden Dollar.
Zum Vergleich: RWE als einer von Deutschlands bestverdienenden Konzernen kam auf 3,6 Milliarden Euro Gewinn; Vorstandschef Jürgen Großmann bekam dafür ein Gehalt von 7,2 Millionen Euro. Siemens-Chef Peter Löscher kassierte bei einem Gewinn von 2,5 Milliarden Euro 7,1 Millionen Euro.
Berkshire Hathaway hat rund 80 eigene Töchter und hält Beteiligungen an einer ganzen Reihe von namhaften Großkonzernen, vor allem aus der Finanzindustrie. 286 000 Menschen arbeiteten direkt für Buffett. Etliche Beschäftigte verdienen dabei mehr als er selbst. So bekam Berkshire-Finanzchef Mark Hamburg für das vergangene Jahr eine Gehaltserhöhung um 11 Prozent auf 874 750 Dollar.
Auf sein Gehalt angewiesen ist Buffett ohnehin nicht. Ihm gehört immer noch ein knappes Viertel an Berkshire Hathaway. Das Aktienpaket ist nach aktuellem Stand rund 50 Milliarden Dollar wert. In der Reichenliste des US-Magazins Forbes rangiert Buffett auf Rang drei hinter dem mexikanischen Telekommunikations-Tycoon Carlos Slim Helu und Microsoft-Gründer Bill Gates.
Buffett hatte die kleine Textilfirma Berkshire Hathaway in den 1960er Jahren übernommen und sie mit klugen Investitionen zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Sein untrüglicher Riecher für Geldanlagen brachte ihm den Spitznamen «Orakel von Omaha» ein. Für unzählige Anleger in Amerika und aller Welt ist Buffett eine Kultfigur, viele machte er als Aktionäre von Berkshire Hathaway reich. (Quelle: Omaha/New York (dpa/lby))
02.02.2012: Nach dem von Großkatastrophen geprägten Jahr 2011 will der weltgrößte Rückversicherer Munich Re möglichst schnell wieder zurück zu alter Stärke.
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