12.03.2010

EU-Streit um Hedgefonds verschärft sich

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Handelsräume der New Yorker Börse (Archiv). (Foto: dpa) Bild vergrößern Der Streit in der EU um neue Regeln für hochspekulative Hedgefonds hat sich zugespitzt. Neben Großbritannien hat auch Frankreich Bedenken, wie Diplomaten am Freitag in Brüssel vor Verhandlungen der EU-Finanzminister berichteten.

In beiden Ländern ist der Konflikt inzwischen Chefsache.

Der britische Premier Gordon Brown und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy machten in London deutlich, dass es zwischen ihnen keine Übereinstimmung gibt. Sarkozy pochte darauf, dass die Hedgefonds reguliert werden müssten, zeigte aber gleichzeitig Verständnis dafür, dass Brown die Interessen des Londoner Finanzplatzes verteidigen müsse. «Bisher haben wir kein Gleichgewicht erreicht», sagte Sarkozy.

Laut Brüsseler Diplomaten lautet der Haupteinwand aus Paris, dass die Gehälter der Hedgefonds-Manager mit den neuen Regeln weniger kontrolliert würden als die von Bankmanagern. Das entspreche nicht den Vorgaben der G20-Gruppe zur Reform der weltweiten Finanzmärkte. Bisher gibt es keine einheitlichen EU-Regeln für diese Fonds. Den Plänen zufolge müssen sich die Manager von Hedgefonds registrieren lassen - Ziel der Regelungen ist mehr Transparenz und Anlegerschutz.

Die obersten Kassenhüter der EU werden an diesem Dienstag (16. März) in Brüssel einen Kompromissvorschlag der spanischen EU- Ratspräsidentschaft zu den Hedgefonds debattieren. Die Spanier streben eine politische Einigung an.

Die schon länger bekannten Einwände der Briten beziehen sich auf europäische Zulassungsvorschriften für Hedgefonds-Manager, die aus Drittstaaten kommen. Im Finanzzentrum London arbeiten zahlreiche dieser Fonds, die aber ihren Sitz in den USA, in der Schweiz oder in anderen Ländern haben. (Quelle: Brüssel/London (dpa/lby))


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