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Der Autokonzern GM hat am Freitag wichtige Erfolge bei seinen Sanierungsplänen für die europäische Tochter Opel erzielt. In Großbritannien bekamen die Amerikaner eine Kreditgarantie über umgerechnet knapp 300 Millionen Euro.
Zudem verständigte sich General Motors mit den spanischen Gewerkschaften auf den Abbau von 900 Arbeitsplätzen im Werk Saragossa.
Bei der britischen Bürgschaft über 270 Millionen Pfund blieb unklar, ob sie mit europäischen Partnern wie der deutschen Bundesregierung und der EU-Kommission abgestimmt ist. GM teilte am Abend mit, Gespräche mit anderen europäischen Regierungen würden fortgesetzt. Opel sei zuversichtlich, dort ähnliche Fortschritte erzielen zu können. Man sehe im Durchbruch in Großbritannien eine «Signalwirkung».
GM feilscht mit europäischen Regierungen schon seit Monaten über staatliche Bürgschaften. Anfang März hatte der Mutterkonzern den geplanten eigenen Beitrag zur Opel-Sanierung drastisch aufgestockt: Von 600 Millionen auf 1,9 Milliarden Euro. Damit sank auch die erbetene Summe an Kredit- und Bürgschaftszusagen von 2,7 auf 1,8 Milliarden Euro. Unter anderem die Bundesregierung hatte gefordert, dass die Opel-Mutter mehr eigenes Geld für die Sanierung in die Hand nimmt. Die Europäer hatten sich auf ein abgestimmtes Vorgehen in den Verhandlungen mit GM verständigt.
Ein Alleingang der Briten wäre auch deshalb pikant, weil London in der Vergangenheit besonders unzufrieden mit den deutschen Zusagen an den designierten Opel-Käufer Magna gewesen war. Der Vorwurf stand im Raum, Deutschland habe die eigenen Opel-Standorte bevorzugt retten wollen. GM betonte nun, die britische Bürgschaft werde dazu beitragen, «Opel/Vauxhall Standorte in Großbritannien und ganz Europa zu sichern».
Die Einigung auf den «sozialverträglichen Abbau» von 900 Stellen in Spanien müsse noch von den Mitarbeitern ratifiziert werden, teilte GM mit. Der Konzern will Opel nach der Absage des Verkaufs im vergangenen Jahr nun gesundschrumpfen.
Dem Sanierungsplan zufolge sollen europaweit 8000 von 48 000 Stellen wegfallen, die Kapazitäten sollen um 20 Prozent reduziert werden. Das belgische Werk Antwerpen soll schließen. Neben den Ausgaben für den Abbau von Personal und Überkapazitäten steht Opel vor Milliardeninvestitionen in neue Modelle und Technologien, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. (Quelle: Rüsselsheim/London (dpa/lby))
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