13.03.2010

VW und Karmann verhandeln über engere Zusammenarbeit

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Der Schriftzug des Autozulieferers Karmann am Werk in Osnabrück. (Foto: dpa) Bild vergrößern Volkswagen und sein insolventer Zulieferer Karmann verhandeln über eine engere Zusammenarbeit. Sprecher von VW und des Insolvenzverwalters Ottmar Hermann bestätigten am Samstag Gespräche.

VW hatte Ende vergangenen Jahres große Teile des alten Karmann-Werks in Osnabrück übernommen und will an dem Standort vom nächsten Jahr an wieder das Golf-Cabrio bauen.



Nach einem Bericht der «Neuen Osnabrücker Zeitung» plant der Wolfsburger Autokonzern im Sommer, die Karmann-Sparte «Technische Entwicklung» zu übernehmen. Es drohten aber neue Entlassungen. VW wolle nur 300 von derzeit 400 Ingenieuren übernehmen. Auch die «Metall-Gruppe» mit dem Werkzeugbau solle in das neue VW-Werk in Osnabrück integriert werden, schreibt das Blatt in seiner Samstagausgabe.

Ein VW-Sprecher bestätigte nur, dass Volkswagen die Möglichkeiten einer wirtschaftlich tragfähigen Zusammenarbeit mit den Bereichen Technische Entwicklung sowie der Metall-Gruppe prüfe. «Über Art und Umfang der Zusammenarbeit werden derzeit intensive Gespräche geführt.»

Die Karmann-Sparten Dachsysteme, Technische Entwicklung und die Metall-Gruppe stehen zum Verkauf. Die Übernahme der Dachfertigung durch den Karmann-Konkurrenten Magna prüft derzeit das Bundeskartellamt. Für die Technische Entwicklung und die Metall- Gruppe gebe es noch keinen Investor «im klassischen Sinne», sagte der Sprecher Hermanns. Es gebe aber Gespräche mit Volkswagen. Weitere Entlassungen seien nicht ausgeschlossen: «Wir tun alles, dass möglichst viel des Personals übernommen wird.» (Quelle: Osnabrück (dpa/lby))


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