14.05.2010

Airbus fliegt sicher durch Krise

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Airbus A380: Für 2010 erwartet EADS einen stabilen Umsatz. (Foto: dpa) Bild vergrößern Die Verschärfung der Luftfahrtkrise und die andauernden Probleme beim Super-Airbus A380 haben EADS bisher nicht aus der Flugbahn geworfen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz des größten europäischen Flugzeugbauers und Rüstungskonzerns sogar um sechs Prozent auf 8,95 Milliarden Euro.

EADS erhöhte samt 345 Neueinstellungen die Mitarbeiterzahl auf 119 860. Allerdings sank der Konzernüberschuss von 170 Millionen auf 103 Millionen Euro.

EADS sei für 2010 im Plan, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Für das Gesamtjahr erwartet EADS einen stabilen Umsatz (2009: 42,8 Mrd Euro), wobei ein Euro-Kurs von 1,40 Dollar angenommen wird. Airbus werde 250 bis 300 Bestellungen einholen und in etwa so viele Maschinen wie im Vorjahr (498) abliefern. Obwohl im ersten Quartal nur drei A380 an die Kunden gingen, zeigte sich Finanzchef Hans Peter Ring optimistisch, dass das Produktionsziel von 20 Maschinen 2010 mindestens erreicht wird.

Airbus bekomme die Fertigung zunehmend in den Griff, sagte Ring in einer Telefonkonferenz. Weitere Rückstellungen für die A380 seien nicht geplant. Massive technische Probleme bei der Verkabelung des anspruchsvollen Fluggiganten A380 hatten Airbus in Turbulenzen gestürzt. Nun geht es um die Umstellung auf die Serienfertigung.

«Unser Hauptaugenmerk gilt dieses Jahr unseren Programmen», erklärte Konzernchef Louis Gallois. Die Entwicklung des Militärtransporters A400M müsste vorangetrieben, die des Langstreckenflugzeugss A350 beschleunigt werden. Ring erwartet einen neuen Vertrag mit den A400M-Kunden Ende Juni oder Mitte Juli.

Deutschland, Frankreich und die anderen Partner streiten noch über Details der Finanzierung der 3,5 Milliarden Euro, die sie zu den Mehrkosten von gut fünf Milliarden Euro beitragen. Das neue Militärtransport-Flugzeug, das seinen Erstflug erfolgreich absolviert hat, kommt erst nach jahrelangen Verzögerungen auf den Markt.

«Ich bin vorsichtig optimistisch, dass es in unserer Branche langsam wieder aufwärts geht», erklärte Gallois. Allerdings «zeigen die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten, dass die Krise noch nicht gänzlich überwunden ist». Im ersten Quartal schnellte der Auftragseingang um 54 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro in die Höhe. Wegen der vielen Bestellungen für die Langstrecken-Modelle A330 und A350 stieg der Auftragsbestand um sieben Prozent auf 416 Milliarden Euro. Die Zahl der Airbus-Auslieferungen kletterte von 116 auf 122.

Die Schwächung des Euro in der Griechenlandkrise kommt EADS gut zu pass. Wenn sich der Dollartrend fortsetze, dürfte EADS davon «mittel- bis langfristig profitieren», erklärte Gallois. Finanzchef Ring dämpfte jedoch den Optimismus. «Der Euro ist nicht besonders schwach», sagte er. «Wir sind noch nicht beim langfristigen Durchschnittskurs.» EADS rechne für den Rest des Jahres sogar mit einem stärkeren Euro. Wenn es beim heutigen Kurs bliebe, «würde das natürlich den mittelfristigen Ausblick aufhellen». (Quelle: Paris (dpa/lby))


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