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Neuer Ärger mit dem «Traumjet»: Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing muss alle bisher produzierten 787 «Dreamliner» unter die Lupe nehmen, weil Probleme mit dem Höhenleitwerk aufgetaucht sind.
Nach den Angaben vom Donnerstag sind Teile falsch montiert worden. Boeing versprach aber, den schon mehrfach über den Haufen geworfenen Zeitplan einzuhalten.
Die erste der mittelgroßen Langstrecken-Maschinen soll Ende dieses Jahres an die japanische All Nippon Airways gehen. Das ist gut zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Die Verzögerungen kosteten die Amerikaner Milliarden, einige Kunden sprangen ab. Aktuell hat Boeing Bestellungen über 860 Flugzeuge in den Büchern. 15 Maschinen gehen nach Deutschland an Air Berlin.
Mit dem Dreamliner fertigt Boeing erstmal ein Flugzeug weitgehend aus leichten Verbundwerkstoffen statt aus Aluminium. Das soll den Treibstoffverbrauch senken. Doch das neue Material machte viel Ärger, zwischenzeitlich schien das ganze Projekt auf er Kippe zu stehen. Erschwerend hinzu kam, dass Boeing viel mehr Arbeiten als üblich an Zulieferer ausgelagert hatte. Die lieferten nicht die gewünschte Qualität.
Die problematischen Teile am Höhenleitwerk stammen von der italienischen Finmeccanica. Nach US-Medienberichten ist es nicht das erste Mal, dass der Luftfahrtkonzern aus Rom schlechte Arbeit abliefert. Boeing gab sich zurückhaltend: Es sei nicht ungewöhnlich, dass derartige Probleme während der Produktion aufträten, ließen die Amerikaner wissen.
Die Reparatur dauert pro Flieger nun bis zu acht Tage. Wieviele der bisher produzierten 23 Maschinen betroffen sind, ist aber noch unklar. Die fünf «Dreamliner», mit denen Boeing seine Testflüge macht, sollen als erste untersucht werden, um sobald wie möglich wieder abheben zu können.
Die neuerlichen Verzögerungen zeigen, wie komplex der Flugzeugbau mittlerweile geworden ist. Immer mehr Elektronik und neue Materialien stellen die Hersteller vor riesige Herausforderungen. Auch der Erzrivale Airbus blieb von Pannen nicht verschont. Sowohl der doppelstöckige A380, als auch noch unfertige «Dreamliner»-Gegenstück A350 sowie der Militärtransporter A400M machten Probleme.
Boeing machen derweil auch die alten Maschinen Kummer: Erst vor wenigen Tagen waren bei zwei 767-Langstreckenjets Risse an den Triebwerksaufhängungen aufgetaucht. Immerhin dürfte eine Großbestellung aus Russland über 50 neue Flieger im Wert von 4 Milliarden Dollar (3,3 Mrd Euro) für Freude in Seattle gesorgt haben. US-Präsident Barack Obama verkündete den Auftrag am Donnerstag nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. (Quelle: Everett/Seattle (dpa/lby))
06.02.2012: Der «Dreamliner» bereitet Boeing schon wieder Kopfzerbrechen. Nach Angaben des US-Flugzeugbauers ist bei der Produktion des hochmodernen Langstreckenfliegers etwas schief gelaufen.
26.01.2012: Der deutsche Spitzenmanager Thomas Enders (53) leitet künftig Europas größten Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Der derzeitige Chef der größten EADS-Tochter Airbus werde Ende Frühjahr die Nachfolge des Franzosen Louis Gallois antreten.
26.01.2012: Jean-Claude Trichet, Ex-Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), winkt eine neue Aufgabe.
25.01.2012: Die jüngsten Probleme des europäischen Flugzeugbauers Airbus mit seinem doppelstöckigen Riesenflieger A380 liegen nach Angaben des Unternehmens am Fertigungsprozess.
25.01.2012: Das Luftfahrtgeschäft boomt wie selten zuvor. Trotz Schuldenkrise, Börsenturbulenzen und neuen Rezessionsängsten lassen sich die Menschen nicht vom Fliegen abhalten.
20.01.2012: Neue Probleme beim Riesenflieger A380: Der europäische Flugzeugbauer Airbus muss 20 Exemplare auf Risse an den Tragflächen untersuchen lassen. Das entspricht fast einem Drittel der insgesamt 67 Flugzeuge des Typs, die bisher weltweit im Dienst sind.
17.01.2012: Der europäische Flugzeugbauer Airbus will nach einem Rekordjahr 4000 neue Mitarbeiter einstellen. Auf einer gemeinsamen Neujahrskonferenz im Hamburger Airbus-Werk mit dem Mutterkonzern EADS sprach Verkaufschef John Leahy vom erfolgreichsten Jahr des europäischen Vorzeigeunternehmens.
07.01.2012: Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einem Bericht zufolge einen Milliardenauftrag aus China erhalten. Die chinesische Fluggesellschaft Hong Kong Airlines wolle zehn Airbus A380 kaufen, berichtete die «Financial Times» am Samstag unter Berufung auf die Fluggesellschaft.
05.01.2012: Der Titel des weltgrößten Flugzeugbauers geht zum wiederholten Male an Airbus. Der US-Erzrivale Boeing konnte die Zahl seiner Auslieferungen im vergangenen Jahr zwar auf 477 Maschinen steigern, wie der Konzern am Donnerstag am Firmensitz in Chicago verkündete.
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