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Im Streit um Milliarden-Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing ficht die Europäische Union das jüngste Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) an. Die Europäische Kommission legte am Mittwoch in Genf gegen einen Großteil des Abschlussberichts vom 30. Juni Berufung ein.
Boeing hatte die WTO- Entscheidung als Sieg gefeiert: der Vorwurf der Staatssubventionierung für Airbus sei bestätigt.
Aus EU-Kreisen hieß es dagen, das Gremium habe «rechtliche Fehler» gemacht sowie «Tatsachen falsch interpretiert».
Nicht geltenlassen will Europa unter anderem, dass Teile der rückzuzahlenden Anschubfinanzierung für den Großflieger A380 illegale Exportsubventionen sein sollen. Auch die pauschale Schlussfolgerung, dass Hilfen für Airbus dem US-Erzrivalen Boeing geschadet haben sollen, kann die EU nicht akzeptieren.
Europa weist auch die Klassifizierung von Infrastruktur-Maßnahmen seitens der EU-Mitgliedstaaten als Subventionen zurück, Airbus zahle dafür Markt-übliche Miete. Dazu zählen beispielsweise die Zuschüttung des Mühlenberger Lochs in Hamburg sowie die Verlängerung der Landebahn.
Die USA könnten in einigen Bereichen, die sie verloren haben, ebenfalls Berufung einlegen. Washington hat für Mittwoch eine Sitzung des WTO-Schiedsgerichts einberufen; bis dahin musste Europa seinen Einspruch in Genf vorlegen. Der WTO-Abschlussbericht kann nun nicht formell angenommen werden. Die Berufungsinstanz hat 90 Tage Zeit für eine Entscheidung. Aus EU-Kreisen hieß es aber, die Frist werde vermutlich deutlich überschritten werden.
Der Dauer-Streit zwischen Europa und den USA um ihre Flugzeugbauer ist beispiellos in seiner Komplexität. 1992 hatten Washington und Brüssel ein bilaterales Abkommen zur Regelung von Staatshilfen für den zivilen Flugzeugbau unterzeichnet. Die USA kündigten die Übereinkunft 2004 auf und zogen vor die WTO.
Beide Seiten werfen sich vor, Airbus und Boeing unfair zu subventionieren. In beiden Fällen laufen Prozesse bei der WTO. Ein bereits dreimal verschobener Zwischenbericht der WTO zu Boeing wird für Mitte September erwartet. «Wir haben klar gemacht, dass wir erwarten, dass dies der letzte Aufschub war», sagten EU-Mitarbeiter.
«Dieser Streit ist zu wichtig, um rechtliche Fehlinterpretationen offen zu lassen», sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht. Ansonsten drohe ein gefährlicher Präzedenzfall. (Quelle: Brüssel (dpa/lby))
06.02.2012: Der «Dreamliner» bereitet Boeing schon wieder Kopfzerbrechen. Nach Angaben des US-Flugzeugbauers ist bei der Produktion des hochmodernen Langstreckenfliegers etwas schief gelaufen.
26.01.2012: Der deutsche Spitzenmanager Thomas Enders (53) leitet künftig Europas größten Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Der derzeitige Chef der größten EADS-Tochter Airbus werde Ende Frühjahr die Nachfolge des Franzosen Louis Gallois antreten.
26.01.2012: Jean-Claude Trichet, Ex-Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), winkt eine neue Aufgabe.
25.01.2012: Die jüngsten Probleme des europäischen Flugzeugbauers Airbus mit seinem doppelstöckigen Riesenflieger A380 liegen nach Angaben des Unternehmens am Fertigungsprozess.
25.01.2012: Das Luftfahrtgeschäft boomt wie selten zuvor. Trotz Schuldenkrise, Börsenturbulenzen und neuen Rezessionsängsten lassen sich die Menschen nicht vom Fliegen abhalten.
20.01.2012: Neue Probleme beim Riesenflieger A380: Der europäische Flugzeugbauer Airbus muss 20 Exemplare auf Risse an den Tragflächen untersuchen lassen. Das entspricht fast einem Drittel der insgesamt 67 Flugzeuge des Typs, die bisher weltweit im Dienst sind.
17.01.2012: Der europäische Flugzeugbauer Airbus will nach einem Rekordjahr 4000 neue Mitarbeiter einstellen. Auf einer gemeinsamen Neujahrskonferenz im Hamburger Airbus-Werk mit dem Mutterkonzern EADS sprach Verkaufschef John Leahy vom erfolgreichsten Jahr des europäischen Vorzeigeunternehmens.
07.01.2012: Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einem Bericht zufolge einen Milliardenauftrag aus China erhalten. Die chinesische Fluggesellschaft Hong Kong Airlines wolle zehn Airbus A380 kaufen, berichtete die «Financial Times» am Samstag unter Berufung auf die Fluggesellschaft.
05.01.2012: Der Titel des weltgrößten Flugzeugbauers geht zum wiederholten Male an Airbus. Der US-Erzrivale Boeing konnte die Zahl seiner Auslieferungen im vergangenen Jahr zwar auf 477 Maschinen steigern, wie der Konzern am Donnerstag am Firmensitz in Chicago verkündete.
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