28.07.2010

Boeing bleibt hoffnungsvoll

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2011 soll die Produktion des Langstreckenfliegers 787 «Dreamliners» voll angelaufen sein. (Foto: dpa) Bild vergrößern Der Flugzeughersteller Boeing sieht das Schlimmste in der Branchenkrise überstanden. Zwar lief das Geschäft im zweiten Quartal immer noch mau. Doch der Konzern erwartet bessere Zeiten.

Der Markt der Verkehrsflugzeuge erhole sich, sagte Konzernchef Jim McNerney in Seattle. «Wir sind gut aufgestellt, um 2011 und darüber hinaus zu wachsen.»

Erst einmal muss Boeing aber die Folgen der Krise verkraften.

Der Umsatz fiel von April bis Juni um 9 Prozent auf 15,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf unterm Strich 787 Millionen Dollar. Die Aktie fiel leicht im vorbörslichen New Yorker Handel.

Mit der Rezession waren die Passagierzahlen zurückgegangen, die Fluggesellschaften stornierten daraufhin viele ihrer Bestellungen oder zögerten sie hinaus. Im zweiten Quartal lieferte Boeing lediglich 114 Maschinen aus, der europäische Erzrivale Airbus kam immerhin auf 128 Flieger.

Mit der wirtschaftlichen Erholung wagen sich die Airlines jedoch wieder aus der Deckung. Sie bestellten bei Boeing im Quartal unterm Strich 68 Maschinen. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich fünf gewesen. Der Konzern hatte damit Ende Juni 3304 Flieger in seinem Auftragsbuch.

Die frühere Zurückhaltung der Kunden wird sich aber noch deutlich auf das Geschäft im weiteren Jahr auswirken. Boeing erwartet weiterhin, dass der Umsatz von 68,2 Milliarden Dollar auf 64 bis 66 Milliarden Dollar fällt. Erst 2011 soll es wieder aufwärtsgehen, wenn die Produktion des Langstreckenfliegers 787 «Dreamliners» und des überarbeiteten Jumbojets 747-8 voll angelaufen ist.

Neben Verkehrsflugzeugen mischt der Konzern auch noch in der Raumfahrt mit und baut Kampfjets und Hubschrauber. Das Unternehmen baut zudem sein Sicherheitsgeschäft aus. (Quelle: SEATTLE (dpa/lby))


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