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Europas größter Reisekonzern Tui hat seine Verluste durch einen Rekord-Gewinn der Containerreederei Hapag Lloyd deutlich verringert.
Wegen der hohen Belastungen durch die Aschewolke nach dem Vulkanausbruch auf Island im Mai schrieb der Branchenprimus aber im dritten Quartal des Geschäftsjahres erneut rote Zahlen. Für das Gesamtjahr (bis Ende September) erwartet Tui die Rückkehr in die Gewinnzone, wie das Unternehmen mitteilte.
Nach den ersten neun Monaten stand unter dem Strich in der Konzernbilanz noch ein Minus von 467,7 Millionen Euro, davon fielen 36,3 Millionen Euro im dritten Quartal an. Reiseveranstalter schreiben im Winterhalbjahr üblicherweise rote Zahlen, weil sie ihre Kosten in dieser Zeit nicht decken können. Die Gewinne fahren sie im Sommer ein - also im vierten Quartal des Tui-Geschäftsjahres.
Im vorigen Jahr hatte sich der Tui-Konzernverlust allein im dritten Quartal auf 456,8 Millionen Euro aufgetürmt. Hauptgrund war die Schieflage von Hapag-Lloyd, die das Unternehmen 2009 tief in die Verlustzone gerissen hat. Der Tui-Konzern, der an Hapag Lloyd nach dem Mehrheitsverkauf noch mit 43,3 Prozent beteiligt ist, sprang der Tochter mit einem Milliardendarlehen bei. Mit dem anziehenden Welthandel und höheren Preisen für Transporte fährt Hapag Lloyd jetzt wieder in die schwarzen Zahlen.
Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 29 Prozent auf 1,6 Milliarden, das operative Ergebnis erreichte 226 Millionen Euro, nach einem Verlust von 193 Millionen. Dennoch will sich Tui weiterhin von seinen Hapag-Lloyd-Anteilen trennen, wenn auch nicht um jeden Preis, sagte Finanzvorstand Horst Baier. Die Entscheidung soll vom erzielbaren Verkaufserlös abhängig sein.
Im Reisegeschäft verhagelte vor allem die Vulkanasche aus Island Tui die Bilanz. Wegen tagelanger Flugverbote waren tausende Urlauber in ihren Feriengebieten gestrandet, was teure Rückholaktionen erforderlich machte. Viele konnte gar nicht erst in die Ferien starten. Die Auswirkungen der Sperrung des Luftraums belasteten das Ergebnis des Reiseriesen mit insgesamt 128 Millionen Euro.
Bei der Londoner Tochter Tui Travel, in der der Großteil des Reisegeschäfts gebündelt ist, wurde die Urlaubsnachfrage auch von der Fußball-Weltmeisterschaft und dem guten Wetter in ganz Europa beeinträchtigt. Um die Reisen trotzdem abzusetzen, wurden Preise gesenkt. In den beiden größten Märkten Deutschland und Großbritannien hätten die Kunden verstärkt preisgünstige und damit renditeschwächere Reisen gebucht, berichtete Tui.
In der Touristik insgesamt ging der Umsatz im dritten Quartal um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund vier Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis (EBITA) verzeichnete 65 Millionen Euro Verlust, nach 52 Millionen Gewinn im Vorjahresquartal. Gute Ergebnisse hätten aber das Hotelgeschäft erbracht mit einem operativen Gewinn von 18 Millionen und die Kreuzfahrten mit zwei Millionen. (Quelle: Hannover (dpa/lby))
09.02.2012: Deutschland wird auch im Tourismusgeschäft ein europäischer Riese: Mit 394,1 Millionen Übernachtungen verzeichneten Hotels und Campingplätze bei einem Plus von 4 Prozent das zweite Rekordergebnis in Folge, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete.
08.02.2012: Den großen europäischen Reisekonzernen bläst der Wind scharf entgegen: Anhaltende Unruhen im wichtigen Ferienziel Ägypten schreckt Gäste von Reisen nach Nordafrika ab, wirtschaftliche Unsicherheiten machen sich allmählich bemerkbar und der Wettbewerb nimmt weiter zu. Der bereits angeschlagene Branchenzweite Thomas Cook stürzte im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember 2011 noch tiefer in die roten Zahlen, wie das Unternehmen am Mittwoch in London mitteilte.
05.02.2012: Das ehemals abgeschottete Birma will in Kürze ein elektronisches Visa-Anmeldeverfahren einführen. Besuche in dem Land sollen dann einfacher werden.
04.02.2012: Der Hannoveraner Tourismuskonzern Tui kann sich wie gewünscht von seinen Anteilen an der Containerreederei Hapag-Lloyd trennen. Das Hamburger Konsortium Albert Ballin steht für die Übernahme der Tui-Anteile bereit.
02.02.2012: Jeder neunte Arbeitsplatz in Deutschland hängt nach einer Studie im Auftrag der Branche vom Tourismus ab. Wie die «Neue Osnabrücker Zeitung» und die «Leipziger Volkszeitung» (Freitag) berichteten, sind nach der Untersuchung des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft 2,9 Millionen Arbeitnehmer mit der Herstellung von Gütern und Dienstleistungen für Touristen beschäftigt.
02.02.2012: Bayern hat mit seinen Bergen, Schlössern sowie mit Kongressen 2011 knapp 30 Millionen Gäste angelockt - ein Plus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
02.02.2012: Deutschlands viertgrößter Reiseveranstalter Alltours hat im Geschäftsjahr 2010/11 (31.10.) einen Rekordgewinn erzielt. Das Vorsteuerergebnis stieg um 144 Prozent auf 32 Millionen Euro, wie Alltours in Duisburg mitteilte.
26.01.2012: Christine Sieber ist eine große Tierfreundin.
19.01.2012: Nach dem tödlichen Überfall auf eine europäische Reisegruppe im Nordosten Äthiopiens ist das Schicksal zweier Deutscher weiter ungewiss.
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