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Die IG Metall geht mit einer Forderung nach deutlichen Lohnerhöhungen von sechs Prozent in die bevorstehende Stahl-Tarifrunde. Darauf einigte sich die Tarifkommission der Gewerkschaft am Freitag im westfälischen Sprockhövel.
Bereits zuvor hatte die IG Metall angekündigt, angesichts der wiedererstarkten Wirtschaft ein Zeichen für höhere Löhne setzen zu wollen.
Der Arbeitgeberverband Stahl wies die Entgeltforderung umgehend als «nicht zu erfüllen» zurück.
Die Stahl-Tarifverhandlungen sind die ersten großen Tarifverhandlungen vor dem Hintergrund des Wirtschaftsaufschwungs. Der nordrhein-westfälische IG-Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard hatte bereits zuvor von der «ersten Tarifrunde der Nachkrisenzeit» gesprochen.
«Vom Profit des Aufschwungs müssen alle Beschäftigten profitieren», forderte Burkhard am Freitag. In der Krise sei es gelungen, Jobs und Einkommen zu sichern. Nach diesem erforderlichen Krisenmanagement müsse sich zeigen, ob auch ein gutes Aufschwungmanagement mit den Stahl-Arbeitgebern gehe. Der Gewerkschaft liege dabei nichts an langen Ritualen. «Was zählt ist das Ergebnis. Und das muss fair sein», sagte der IG Metall- Bezirksleiter.
Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Stahl, Bernhard Strippelmann, warf der Gewerkschaft vor, die bevorstehenden Stahl- Verhandlungen zur «tarifpolitischen Speerspitze» machen zu wollen. «Mit der Sechs-Prozent-Forderung hat die IG Metall das Ende der Bescheidenheit tatsächlich erreicht», sagte er. Die Gewerkschaft lasse dabei aber außer Acht, dass die Produktion im Jahr 2010 noch nicht die durchschnittlichen Mengen vergangener Jahre erreichen werde. Ein Rückgang der Auftragseingänge im vergangenen Jahr um bis zu 50 Prozent habe zudem Substanz gekostet.
Die Verhandlungen für die rund 85 000 Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sollen am 6. September in Gelsenkirchen beginnen. Die Gewerkschaft möchte Einkommenserhöhungen in den Mittelpunkt der Tarifrunde stellen.
Weitere Schwerpunkte sollen die Angleichung der Bezahlung von Leiharbeitern und Stammbelegschaften sowie die Entlastung von älteren Arbeitnehmern werden. «In der Stahlindustrie darf es keine zwei Klassen von Beschäftigten geben», sagte Burkhard. Nach Angaben der IG Metall gibt es bereits wieder über 3000 Leiharbeiter in der Stahlindustrie. Für die derzeit rund 5000 Beschäftigten, die noch mit über 60 Jahren in den Betrieben der Branche arbeiteten, wolle die Gewerkschaft eine Verkürzung der Arbeitszeit erreichen. (Quelle: Sprockhövel (dpa/lby))
09.02.2012: Im öffentlichen Dienst droht eine harte Tarifauseinandersetzung. Die Gewerkschaften fordern für die rund zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen 6,5 Prozent mehr Geld - mindestens aber 200 Euro.
09.02.2012: Am Frankfurter Flughafen drohen rund 200 Kontrolleure von Vorfeld und Verkehrszentrale mit einem Streik. Grund sind festgefahrene Verhandlungen um ein neues Tarifwerk, in deren Verlauf die Betreibergesellschaft Fraport einen Schlichterspruch des CDU-Politikers Ole von Beust nicht angenommen hat.
07.02.2012: Bei den Tarifverhandlungen für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie zeichnet sich eine harte Auseinandersetzung um mehr Geld und weniger Leiharbeit ab. Der Vorstand der IG Metall bekräftigte in Frankfurt die bereits zuvor artikulierte Entgeltforderung von «bis zu 6,5 Prozent» bei einer kurzen Laufzeit von zwölf Monaten.
05.02.2012: Nach ähnlichen Empfehlungen in mehreren Bezirken will einem Bericht zufolge der IG-Metall-Vorstand bundesweit in der Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn durchsetzen.
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31.01.2012: ThyssenKrupp verabschiedet sich nach etwa 100 Jahren vom Edelstahlgeschäft: Der Aufsichtsrat des größten deutschen ThyssenKrupp hat dem Verkauf der Edelstahlsparte an den Konkurrenten Outokumpu zugestimmt. Das finnische Unternehmen will einen neuen Weltmarktführer im Edelstahlbereich schmieden.
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