27.08.2010

Stabile Preise trotz Verteuerung von Energie

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Für Energie und Nahrungsmittel mussten Verbraucher im August tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor. (Foto: dpa) Bild vergrößern Die Preise in Deutschland halten sich stabil - obwohl Energie und Nahrungsmittel im August teurer wurden. Die jährliche Teuerungsrate schwächte sich sogar wieder leicht auf 1,0 Prozent ab, wie das Statistische Bundesamt am Freitag anhand vorläufiger Daten bekanntgab.

Im Juli hatte die Rate bei 1,2 Prozent gelegen, im Juni bei 0,9 Prozent.

Für Energie und Nahrungsmittel mussten Verbraucher im August tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor. Gestiegen sind nach Angaben der Statistiker vor allem die Preise für Heizöl und Kraftstoffe.

Auch Obst und Gemüse seien im Jahresvergleich teurer geworden. Deutliche Preisrückgänge gab es dagegen erneut bei Gas und Fernwärme. Von Juli auf August 2010 blieb der Verbraucherpreisindex unverändert.

Volkswirte halten die Angst vor dem Inflationsgespenst auf längere Sicht für gebannt. Die Commerzbank rechnete vor: Die Kernteuerung ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise lag im Vergleich zum August 2009 nur 0,7 Prozent höher und werde auch in den kommenden Monaten kaum zulegen.

«Die Inflation dürfte bis Ende 2011 deutlich unter zwei Prozent bleiben», prognostizieren die Volkswirte. Zwei Prozent Inflation ist die Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB). Bei niedrigeren Werten sprechen die Notenbanker von Preisstabilität, da eine leichte Teuerung als normal gilt.

Die endgültigen Ergebnisse für August 2010 will das Statistische Bundesamt am 9. September veröffentlichen. (Quelle: Wiesbaden (dpa/lby))


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