31.08.2010

Handelsriese Carrefour legt zu

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Carrefour-Supermarkt in Bangkok, Thailand. (Foto: dpa) Bild vergrößern Vor allem dank eines Wachstums in den Schwellenländern hat Europas größter Einzelhändler Carrefour im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Umsatz der Franzosen stieg um 6 Prozent - wechselkursbereinigt um 1,8 Prozent - auf 43,73 Milliarden Euro.

Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dazu trugen die Wachstumsländer mit einem Plus von 20 Prozent bei, in Europa gingen die Erlöse dagegen um 1,6 Prozent zurück.

Hinter Walmart ist Carrefour der zweitgrößte Handelskonzern der Welt.

Seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) steigerte Carrefour um 40,3 Prozent auf 712 Millionen Euro, nach 507 Millionen im Vorjahreszeitraum. Den Halbjahresüberschuss aus dem fortgeführten Geschäft bezifferte Carrefour mit 67 Millionen Euro, nach einem Minus von 48 Millionen Euro im Vergleichszeitraum. Im Jahr 2009 hatten vor allem Abschreibungen und Restrukturierungskosten für einen Gewinneinbruch gesorgt.

Angesichts des Halbjahresgewinns bestätigte Carrefour seine Ziele für 2010: Im Gesamtjahr will Carrefour operativ vor Sonderposten 3,1 Milliarden Euro erwirtschaften. Im ersten Halbjahr hatte Carrefour seinen operativen Gewinn vor Sonderposten um 7,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert und dies auf eine strikte Kostenkontrolle und ein Wachstum in den Schwellenländern zurückgeführt.

Auf dem Heimatmarkt Frankreich habe Carrefour dank niedrigerer Preise, Marketingaktionen und neuer Produkte Marktanteile zurückgewinnen können, sagte Unternehmenschef Lars Olofsson. Das Sparprogramm bringe die geplanten Ergebnisse, sagte er und äußerte sich optimistisch, die Zielvorgaben für 2010 zu schaffen.

Von den für dieses Jahr angestrebten Einsparungen von 500 Millionen Euro hat Carrefour bisher 236 Millionen Euro erreicht. Bis 2012 sollen die Kosten früheren Angaben zufolge um 4,5 Milliarden Euro sinken. Mit dem Sparprogramm will der Konzern seine Marktposition verbessern. Der Kampf im margenschwachen Handelsgeschäft hat sich mit der Wirtschaftskrise weiter verschärft. (Quelle: Paris (dpa/lby))


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