02.09.2010

Deutsche Oberklasse-Hersteller wachsen in USA

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Die Hybrid-Version des Geländewagens Cayenne: Porsche legte vor allem dank der neuen Generation dieses Modells zu.  (Foto: dpa) Bild vergrößern Die US-Autoverkäufe sind im August auf Jahressicht gesunken. Branchenweit gingen die Verkäufe nach Daten des Marktforschers Autodata um 21 Prozent auf knapp eine Million zurück.

Grund ist der hohe Vergleichswert aus dem Vorjahr: Im August 2009 hatte die US-Version der Abwrackprämie scharenweise Neukunden in die Autohäuser getrieben. Deshalb kam es nun zu starken Einbußen. Überraschungssieger war allerdings Chrysler.

Zudem konnten sich vor allem die deutschen Oberklasse-Hersteller vom allgemein negativen Trend abkoppeln.

«Die kraftstoffeffizienten Modelle unserer Hersteller überzeugen offensichtlich auch in schwierigen Zeiten die anspruchsvollen Kunden in den USA», sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, am Donnerstag. Insgesamt hätten die hiesigen Autobauer um 1 Prozent zulegen können.

Chrysler, der vom italienischen Fiat-Konzern kontrollierte kleinste der drei großen US-Hersteller, fuhr ein Verkaufsplus von 7 Prozent auf fast 100 000 Wagen ein. Der Zuwachs lag aber nicht zuletzt daran, dass viele Kunden vor einem Jahr die endgültige Pleite befürchtet hatten und lieber Autos der Konkurrenz kauften. Am Ende stabilisierte sich Chrysler dank staatlicher Hilfe.

Die ehemalige Mutter Daimler konnte im August mit der Marke Mercedes-Benz ein Absatzplus von rund 15 Prozent auf fast 20 000 Wagen verbuchen. Besonders gefragt waren die Modelle der C- und E- Klasse. Der Stadtwagen Smart bleibt in den USA ein Flop: Nur 448 wurden im August ausgeliefert, mehr als 72 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Sportwagenbauer Porsche legte vor allem dank der neuen Generation seines Geländewagens Cayenne zu. Mehr als 50 Prozent betrug der Zuwachs bei diesem Modell. Insgesamt kauften die Amerikaner mit 2032 Porsches ein Drittel mehr als noch im Vorjahresmonat.

Schwer tat sich im August BMW auf dem für die Münchener wichtigen US-Markt. Die Verkäufe der Kernmarke legten zwar um 1,6 Prozent auf 19 540 Fahrzeuge leicht zu. Der Gesamtabsatz der BMW Group litt aber unter den schwachen Zahlen der britischen Kleinwagentochter Mini, deren Absatz um mehr als 13 Prozent auf 4425 Wagen sank.

Europas größter Autobauer Volkswagen musste im August gar einen Verkaufsrückgang hinnehmen. Mit 22 855 Wagen wurden knapp acht Prozent weniger verkauft als im Vorjahresmonat. Die VW- Verantwortlichen verwiesen auf den Effekt der US-Abwrackprämie und versprachen erneute Steigerungen in den kommenden Monaten. Bei der Volkswagen-Tochter Audi betrug das Plus 14 Prozent auf knapp 9200 Autos.

Der US-Branchenprimus General Motors (GM) verlor im Vergleich zum Vorjahr elf Prozent der Verkäufe und setzte knapp 185 000 Fahrzeuge der Marken Chevrolet, Buick, GMC und Cadillac ab. Rechnet man die Verluste durch die aufgegebenen Marken hinzu, lag der Rückgang sogar bei knapp 25 Prozent.

Die Traditionsschmiede Ford musste ebenfalls Federn lassen. Der Absatz der drei Marken Ford, Lincoln und Mercury ging zusammengenommen um elf Prozent auf 157 500 verkaufte Autos zurück.

Hart erwischt wurde Toyota. Der Weltmarktführer musste in den USA im August ein Minus von mehr als einem Drittel wegstecken. Auch die japanischen Konkurrenten Honda, Nissan, Mazda, Suzuki und Mitsubishi litten. Sie alle hatten vor einem Jahr zu den Gewinnern der Abwrackprämie gezählt. (Quelle: Detroit (dpa/lby))


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