IG Metall kämpft für mehr Lohn und gegen Zeitarbeit
Nach ähnlichen Empfehlungen in mehreren Bezirken will einem Bericht zufolge der IG-Metall-Vorstand bundesweit in der Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn durchsetzen.
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Nach ähnlichen Empfehlungen in mehreren Bezirken will einem Bericht zufolge der IG-Metall-Vorstand bundesweit in der Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn durchsetzen.
Dies sei ein Wert, der den Erwartungen in den sieben IG-Metall-Bezirken entgegenkomme, heißt es im Vorstand laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel». Der Vorstand will die Empfehlung für die anstehende Tarifrunde am Dienstag beschließen.
Die Verhandlungen zur Lohnrunde 2012 beginnen Mitte März.
Die Arbeitgeber hatten die Forderung bereits abgelehnt. Sie wollen auch eine möglichst lange Laufzeit bis mindestens Herbst nächsten Jahres. Führende Gewerkschaftsfunktionäre hingegen dringen auf eine kürzere Laufzeit - unter anderem um Terminkollisionen mit Vorstandswahlen bei der Metall-Gewerkschaft zu vermeiden, heißt es in dem Bericht.
Außer der Lohnerhöhung für die 3,6 Millionen Beschäftigten will die Gewerkschaft die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden sowie weitere Tarifregelungen bei Zeitarbeit und Werkverträgen erreichen. Auch dies lehnt die Arbeitgeberseite ab.
Laut einem Bericht des «Handelsblatts» schließt die IG Metall eine Tarifeinigung aus, falls sich die Arbeitgeber nicht auf neue Regeln zur Eindämmung der Zeitarbeit und zur Übernahme von Auszubildenden einlassen. «Wir können gar nicht zulassen, dass wir am Ende der Tarifrunde über die Ziellinie gehen, ohne in allen Punkten etwas erreicht zu haben», sagte der einflussreiche Chef des IG-Metall-Bezirks Nordrhein-Westfalen, Oliver Burkhard, der Zeitung.
Die IG Metall will laut «Handelsblatt» in der Tarifrunde 2012 zusätzlich zur Lohnerhöhung durchsetzen, dass Betriebsräte per Tarifvertrag ein Vetorecht gegen den Einsatz von Zeitarbeitern in ihrem Unternehmen erhalten. Zudem fordert sie für Lehrlinge einen tarifvertraglich verankerten Anspruch auf einen unbefristeten Arbeitsplatz nach der Ausbildung. Besonders die beiden Zusatzforderungen stoßen bei den Arbeitgebern auf Widerstand. (Quelle: Hamburg (dpa/lby))
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