Momentan ist die perfekte Zeit zum Pilzesuchen. Durch den vielen Regen der letzten Wochen sprießen diese nur so in allen Variationen aus der Erde.
Wer sich auf Pilzsuche begibt, liegt total im Trend - immer mehr Menschen ziehen wieder selbst los, um ihre Körbe zu füllen. Kein Wunder, es gibt zahlreiche Rezepte, die sich mit Pilzen zubereiten lassen und noch dazu sind diese sehr gesund und kalorienarm.
Viele Menschen sind jedoch unsicher, ob die Pilze aus dem Wald nicht immer noch von den Folgen des Unglücks in Tschernoybl betroffen sind. Die Zweifel sind berechtigt, denn vor allem der süddeutsche Raum, wie das Münchener Umland, der Bayerische Wald und die Alpen, sind davon noch betroffen.
Es kann aber klar gesagt werden, dass beim Verzehr von üblichen Mengen nicht mit gesundheitlichen Folgen gerechnet werden muss.
Risikogruppen, wie Kinder und Schwangere, sollten jedoch besser auf Pilze aus dem Wald verzichten.
Wesentlich weniger harmlos sind jedoch Pilzvergiftungen nach dem Verzehr der falschen Arten. Trotzdem ziehen jedes Jahr wieder viel zu viele Menschen schlecht informiert in den Wald.
Wir haben für Sie Tipps, wie Sie eine Pilzvergiftung vermeiden und wie Sie am besten vorgehen, falls es dazu schon zu spät ist und Sie Vergiftungserscheinungen bemerken:
Erste Hilfe bei Vergiftungen
Die Nummern für das Gifttelefon in Bayern sind:
München: 089-19 240
Nürnberg: 0911-398 24 51
So sollte man bei einer Vergiftung handeln:
Rufen Sie sofort einen Arzt
(siehe Nummern Gifttelefon)!
Sollte die Mahlzeit weniger als fünf Stunden zurückliegen, versuchen Sie, den
Betroffenen zum Erbrechen zu bringen!
Geben Sie der Person auf keinen Fall Alkohol oder Milch, denn durch diese
Getränke gelangt das Gift schneller in die Blutbahn!
Lagern Sie den Betroffenen ruhig und decken Sie ihn zu!
Verwahren Sie Reste von den Pilzen, der Mahlzeit oder auch des
Erbrochenen. Diese können für den Arzt eine große Hilfe sein!