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Die globale Wirtschaftskrise hat die Dritte Welt nach Angaben des deutschen Entwicklungshilfeministers Dirk Niebel (FDP) um Jahre zurückgeworfen. «Wir sind noch nicht wieder da, wo wir vor der Krise waren», sagte Niebel am Montag (Ortszeit) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York.
«Besonders bitter ist, dass die Verschuldung der ärmsten Länder wieder deutlich gestiegen ist, nachdem sie über Jahre kontinuierlich gesunken war. Da bleibt enorm viel zu tun.»
Nach Niebels Angaben war die Dritte Welt von der ersten Welle der Finanzkrise noch kaum betroffen. «Weil der Finanzmarkt noch nicht so hoch entwickelt und auch nicht so stark mit dem globalen Finanzmarkt verknüpft ist, ging die Krise zuerst noch an vielen Ländern vorbei. Aber dann traf es die sich entwickelnden Wirtschaften umso heftiger, weil ihre Exportmärkte einbrachen und die Preise für Rohstoffe drastisch fielen.» In vielen Ländern sei das Wachstum von sechs, acht auf ein, zwei Prozent gefallen. «Das Wachstum kommt zurück, aber nicht mehr so stark.»
Niebel verteidigte zugleich den deutschen Ansatz bei der Entwicklungshilfe. «Die ist werte-, aber auch interessenorientiert, und sei es nur, dass wir mit einer angeschobenen Wirtschaft Fluchtgründe nach Europa beseitigen. Aber sie ist auch ganz klar werteorientiert.» Andere Länder, etwa China, würden mit ihrem Engagement vor allem Rohstoffe aus den Ländern ziehen wollen. «Mag sein, dass das für die betroffene Regierung einfacher ist. Wir wollen aber einen längerfristigen Nutzen für unsere Partner, denn mit der Entwicklungszusammenarbeit soll sich etwas entwickeln. Deshalb helfen wir, fordern aber auch.» (Quelle: New York (dpa/lby))
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