Was lehren wir unsere Kinder?

 (Foto: dpa) Bild vergrößern Beginnen möchte ich meine Ausführungen mit Zeilen aus einem Gedicht von Pablo Casals: "...Und was lehren wir unsere Kinder ? Wir lehren sie, dass zwei und zwei vier ergibt, und dass Paris die Hauptstadt von Frankreich ist..."

Glückliche Familien sind das Fundament für eine funktionierende Gesellschaft und der Garant für glückliche Kinder. Diese glücklichen Kinder sind in der Lage, wiederum glückliche Familien zu gründen.

Doch wie sieht es in der Realität aus? Wenn unsere Kinder klein sind, lernen sie rechnen und schreiben. Später erlernen sie einen Beruf, studieren und lernen ein Auto zu führen. Alles mögliche wird ihnen beigebracht, für alles gibt es Prüfungen. Doch wer lehrt ihnen, wie eine glückliche Partnerschaft zu führen ist, welche Partner zueinander passen, wie man ein Kind erzieht, damit es im Leben erfolgreich bestehen kann? Niemand!

Das wird weitestgehend dem Selbstlauf überlassen. Eventuell werden im Religions- oder Ethikunterricht Grundlagen vermittelt. Sicher gibt es eine Vielzahl sozialer Angebote. Doch diese stoßen durch die Kürzung staatlicher Mittel an ihre Grenzen und sind zunehmend mit der Schadensbegrenzung beschäftigt. Wir überlassen das Fundament unser Gesellschaft also dem Selbstlauf - wird schon irgendwie gehen!
Das Ergebnis sehen wir in der Scheidungsrate, die zielstrebig nach oben geht und in der ebenfalls gen Himmel strebenden Kurve von negativen psychischen Befindlichkeiten. Es fehlen Schulungs- und Präventionsangebote, die in den Schulunterricht eingebunden werden. Projektwochen, Diskussionsstunden, Ideenaustausch und Lebens- und Partnerschaftsschulungen.

(Quelle: jameda.de Heidemarie Voigt)

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