13.12.2018 | Stiftung ANTENNE BAYERN hilft - helft mit zu helfen! Alexander wird beim Feiern angegriffen: Seitdem leidet er an Epilepsie

Ein Abend in einer Diskothek und ein schwerwiegender Fehler der behandelnden Ärzte verändern das Leben von Alexander aus Feldkirchen für immer.

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Alexander ist gelernter Elektriker. Ein junger Mann, Mitte 20, der jeden Tag hart auf Baustellen arbeitet, um seine Frau und seine beiden Kinder über die Runden zu bringen. An einem Samstag im November geht er seit langem mal wieder aus – trifft alte Freunde beim Tanzen in der Diskothek.

Auf der Toilette schlägt ein Mann Alexander eine Bierflasche auf den Kopf - er wird erst im Krankenhaus wieder wach. Aber die Ärzte schicken Alexander in der gleichen Nacht wieder nach Hause, ihm wird schon nichts fehlen. Ein fataler Fehler wie sich später herausstellt. Alexander erleidet ein Schädelhirntrauma, kämpft tagelang mit Übelkeit und Schwindelanfällen. Bis er beim Spazieren gehen plötzlich in den Armen seiner Frau zusammenbricht.

In diesem Moment erleidet er seinen ersten epileptischen Anfall. Alexander war ein gesunder, junger Mann, bis ihn ein Schlag mit einer Bierflasche auf den Hinterkopf zum Epileptiker macht. Der Täter wird nie gefasst.

Während bei vielen Epileptikern nur Muskelzuckungen ausgelöst werden, sind die Anfälle bei Alexander lebensbedrohlich: Denn bei jedem Anfall verliert er völlig die Kontrolle über seinen Körper, fällt um und kann sich dabei im Zweifelsfall tödliche Verletzungen zuziehen. In den zwei Minuten während eines solchen Anfalls entladen sich wie ein Gewitter in seinem Kopf tausende Nervenzellen gleichzeitig ohne Vorankündigung. Danach kann er sich an nichts erinnern.

Weil das Verletzungsrisiko zu groß ist, muss er seinen Beruf aufgeben. Die Familie steht vor dem finanziellen Ruin. Ehefrau Stefanie ist zwar gelernte Arzthelferin, doch auch sie kann nicht arbeiten, weil sie sich um die Kinder kümmern muss. Denn das Jugendamt hat Alexander verboten, alleine auf seine Kinder aufzupassen. Zu groß ist die Gefahr, dass er einen Anfall bekommen und dann nicht auf die Kinder aufpassen könnte.

Aber es gibt Hoffnung: Die Operationen und Therapien zeigen erste Erfolge – Alexanders Anfälle werden weniger.

Sein größter Wunsch zu Weihnachten: Er will seinen Kindern etwas bieten können. Keine teuren Spielsachen – es sind Lebensmittel, die sich die Familie oft schon Mitte des Monats nicht mehr leisten kann.