14.12.2020 | Stiftung ANTENNE BAYERN hilft Bernd: Der Lok-Führer muss 15 Selbstmorde miterleben

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Bernd aus Niederbayern machte seinen Kindheitstraum zum Beruf: Er ist Lok-Führer. Es ist ein Job, der ihm viel Spaß macht und er ist quasi auf Gleisen Europas zu Hause. Doch dieser Beruf hat Schattenseiten, die Bernd erschüttern.

Als es zum ersten Mal passiert, scheint es absolut surreal zu sein: Bei voller Fahrt steht plötzlich ein Mensch auf dem Gleis. Trotz Notbremsung ist Bernd absolut machtlos. Er spannt alle Muskeln in seinem Körper an, schließt die Augen,... Dann hört er es: das dumpfe Geräusch eines Aufpralls. Er erlebt soeben seinen ersten Selbstmörder und steht unter Schock.

Laut Statistik erlebt ein Lok-Führer im Laufe seines Berufslebens drei Selbstmörder, die sich vor seinen Zug werfen. Theoretisch werden sie in der Ausbildung auch darauf vorbereitet. Wenn es einem dann aber tatsächlich selbst passiert, können die wenigsten damit umgehen. Auch Bernd tut sich schwer: Ihn fressen Schuldgefühle auf. Und niemand kann helfen. Deshalb versucht er die Bilder zu verdrängen.

Und es ist schlimm, dieses Szenario ein Mal zu erleben. Bernd passiert es 15 Mal! 15 Mal muss er einen Suizid miterleben. Unfassbar!

Das hinterlässt Spuren. Es ist die Angst vor dem Knall, die Bernd verfolgt. Er hat schlaflose Nächte und unkontrollierte Schweißausbrüche. Die Ärzte nennen es eine posttraumatische Belastungsstörung – arbeiten ist für ihn unmöglich geworden. 10 Jahre ist seine letzte Zugfahrt mittlerweile her – und noch immer ist seine Berufsunfähigkeitsrente nicht bewilligt. Es fehlt am nötigsten!

Wir wollen Bernd unterstützen… Damit er für seine Familie zumindest ein paar kleine Weihnachtsgeschenke besorgen kann!

+ + + WICHTIG! + + +

Depression ist eine Krankheit - keine Schande. Wenn eure Gedanken oder die einer Person, die ihr kennt, sich darum drehen, sich selbst Schaden zuzufügen - sucht Hilfe! Sprecht mit anderen Menschen darüber und lasst euch helfen! Es gibt zahlreiche, auch zum Teil anonyme Hilfsangebote. Ob per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch - macht weiter.

Die Telefonseelsorge der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention ist rund um die Uhr unter der bundeseinheitlich kostenlosen Rufnummer 0 800 / 111 0 111 oder 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Die Telefonseelsorge ist anonym und kostenlos - Anrufe dort sind weder auf der Telefonrechnung noch im Einzelverbindungsnachweis aufgeführt. Hilfe gibt es auch im Internet via Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch unter www.telefonseelsorge.de.