13.12.2018 | Stiftung ANTENNE BAYERN hilft - helft mit zu helfen! Thomas wird als kleiner Junge von einem Auto angefahren - er verliert beide Beine

Thomas aus Dinkelscherben in Schwaben ist acht Jahre alt. Er hat sein ganzes Leben noch vor sich – ein aufgeweckter kleiner Bursche, mit dem das Schicksal leider einen anderen Plan hat. Heute, Jahrzehnte später erinnert er sich noch genau an jenen Nachmittag, der sein ganzes Leben für immer verändern sollte.

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Der kleine Thomas ist in der Innenstadt und blickt mit leuchtenden Augen durch die Schaufensterscheibe in ein Spielzeuggeschäft - da passiert es. Ein Autofahrer fährt von der Straße auf den Gehweg und fährt vier Menschen an. Am schlimmsten trifft es Thomas, denn er fliegt durch die Schaufensterscheibe. Während Thomas' Freund und die anderen Passanten mit dem Schrecken davon kommen, wird er frontal vom Auto erfasst. Die Ärzte geben ihr Möglichstes, versetzen ihn ins künstliche Koma – es folgen 36 Operationen.

Den Moment, als Thomas nach über einem halben Jahr endlich aufwacht, wird er nie vergessen. Durch den Unfall hat er beide Beine verloren. Sie mussten oberhalb seiner Oberschenkel amputiert werden. Seit dem Unfall - seit 32 Jahren - sitzt Thomas jetzt im Rollstuhl. Aber Thomas versucht sein Schicksal anzunehmen. Aufgeben kommt nicht in Frage. Auch wenn es Tage gibt, die besonders hart sind. Als kleiner Junge war es für ihn besonders schlimm seine Freunde beim Fußballspielen zu sehen und nicht mitspielen zu können.

Aber Thomas hört nicht auf zu kämpfen. Er beendet die Schule, findet Arbeit als Produktionshelfer in einem Metallbetrieb, spielt regelmäßig Rollstuhlbasketball und lernt seine heutige Frau Michaela kennen, die ihn so liebt wie er ist. All das, bringt ihm seine Lebensfreude zurück. Er ist froh, dass er den Unfall überlebt hat. 

Vor so viel Lebenswille kann man nur den Hut ziehen.

Wir wollen Thomas zu Weihnachten seinen größten Wunsch erfüllen: Ein behindertengerechtes Auto mit Handschaltung, damit er nicht mehr auf den Zug angewiesen ist und sich erniedrigt fühlt. Denn der Bahnhof in Dinkelscherben ist nicht vollständig behindertengerecht ausgebaut. Um zum Gleis zu kommen, muss er jedes Mal unter den Augen der anderen Passagiere seinen Rollstuhl verlassen und auf Händen die Steintreppe nach oben klettern.