29.01.2018 | Familie & Kinder Gewalt in der Familie - hier finden Betroffene Hilfe

Wenn körperliche oder seelische Gewalt in der Familie auftreten, wissen Betroffenen oft nicht wohin mit ihren Problemen. Bayernweit gibt es dafür 180 Beratungsstellen, an die sich Kinder, Jugendliche und Eltern wenden können. Hier geht's zur Übersicht:

Körperliche und seelische Gewalt in der Familie gehören leider immer wieder zum Alltag vieler Kinder, Jugendlicher und auch Eltern. Knapp 137.000 Überprüfungen von "Gefährdungsmeldungen" gab es 2016 in ganz Deutschland. Knapp 15.000 davon in Bayern. Dabei ging es um Fälle, bei denen das Kindeswohl zum Teil akut gefährdet war. Sowohl durch körperliche und auch psychische Misshandlung. 

Was können Betroffene tun? 

Rund 180 Erziehungsberatungsstellen gibt es in Bayern für Kinder, Jugendliche und auch Eltern. Sie können sich dort hinwenden und werden individuell zu den jeweiligen Familienproblemen beraten.  Dazu gehören: 

  • Krisen- und Notfallberatung bei akuten Problemen
    z. B. bei körperlicher, sexualisierter oder seelischer Gewalt
  • schwierige Familiensituation
    z. B. psychische familiäre Belastungen, Konflikte zwischen den Eltern (bis hin zur häuslichen Gewalt), Alkoholprobleme, Medikamenten- oder Drogenmissbrauch eines Elternteils, Arbeitslosigkeit, Multiproblemsituationen

Auch die Polizei in Bayern bietet einen Beratungsdienst für Kinder an, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind. In vielen Regionen gibt es auch Frauenhäuser, die Notrufnummern eingerichtet haben, wenn es in der Familie zu Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen kommt. 

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