09.09.2019 | Familie & Kinder Babys 1. Jahr - Kinder brauchen weniger, als man denkt

Wenn ein Kind die Familie bereichern wird, machen sich viele Eltern Sorgen - v.a. darum, was der kleine Familienzuwachs alles braucht, woran man denken muss und was das alles kostet. Die gute Nachricht: Kinder brauchen weniger, als man denkt!

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland rund 785.000 Kinder geboren, und alle ihre Eltern haben sich in den Wochen und Monaten vor der Geburt den Kopf darüber zerbrochen, was ihr neues Familienmitglied eigentlich alles braucht. Schlendert man einmal durch ein Babygeschäft, kann man sich von der Auswahl der vielen Produkte leicht erschlagen fühlen. Addiert man die Preise der Dinge, die man vermeintlich braucht, kann einem schnell schwindelig werden. Doch Nadine vom moms.de kann die werdenden Eltern beruhigen: Babys brauchen weniger Dinge, als die große Auswahl suggeriert. Sie hat die besten Tipps für euch kompakt zusammengefasst:

Was braucht ein Baby wirklich?

Babykleidung: am liebsten bequem

All die niedlichen kleinen Outfits, die auf den Bügeln in den Geschäften hängen! Sobald ihr wisst, welches Geschlecht euer Nachwuchs haben wird, ist eure Welt rosa oder himmelblau bzw. voller Rüschen oder cooler maritimer Looks. Bereits in der kleinsten Größe 50/56 gibt es die niedlichsten Teile, die man sich vorstellen kann, und viele landen im eurem Einkaufskorb. Es ist jetzt schon klar, dass euer Baby einige dieser Teile nie tragen wird, weil sie sich einfach als unpraktisch erweisen. Manche Kinder passen nicht
einmal in die kleinste Größe und starten bereits mit einer 62. Solche Kleidung mögen Babys am liebsten:

  • aus Biobaumwolle
  • waschbar bei mindestens 60 Grad
  • am liebsten zum Wickeln, denn über den Kopf ziehen ist unangenehm
  • ein warmes Köpfchen ist immer wichtig!
Schlaf schön, Baby! - Aber wo und wie?

Das Thema Schlafen hat bei den meisten Eltern eine sehr große Bedeutung, denn nur, wenn das Baby gut schlummert, habt auch ihr als Eltern ein wenig Ruhe. Die Auswahl an Schlafgelegenheiten ist ebenfalls gigantisch, von der Wiege bis zum Umbaubett. Babys sind aber am liebsten in der Nähe ihrer Eltern, vor allem, wenn sie noch so klein sind! Darum sind diese Arten von Betten am besten geeignet:

  • ein Beistellbett, das am Bett der Eltern befestigt werden kann
  • eine Wiege, die von Zimmer zu Zimmer geschoben werden kann
  • ein Stubenwagen

Ihr braucht jeweils:

  • eine passende Matratze und zwei bis drei Bettlaken
  • einen Schlafsack
  • ein Babyphone, besonders wenn die Zimmer weit auseinander liegen

Mit einer dieser Lösungen kommt ihr perfekt über die ersten Monate. Ihr müsst die erste Schlafgelegenheit nicht kaufen, sondern könnt sie auch in einem Babyladen leihen. Es sei denn natürlich, ihr möchtet mit der ersten Wiege eine Familientradition starten und hofft, dass die eigenen Enkel und Urenkel ebenfalls ihre ersten Wochen darin verbringen werden. Dann könnt ihr ruhig etwas mehr ausgeben und eine richtig schöne Wiege oder einen Stubenwagen aus gutem Holz kaufen oder anfertigen lassen.

Diese Dinge braucht ein Baby nicht zum Schlafen:

  • ein Kopfkissen
  • ein Nestchen
Mit dem Baby on tour

Wenn ihr mit dem Baby unterwegs seid, gibt es zwei bewährte Methoden, die von vielen Eltern auch kombiniert werden: Schieben oder Tragen.

Geschoben werden die Kleinen in einem Kinderwagen. Hier gibt es unzählige Modelle. Ihr solltet auf jeden Fall darauf achten, dass er im eingeklappten Zustand in den Kofferraum eures Wagens passt. Es gibt reine Kinderwagen und Kombimodelle, die später zum Buggy umgebaut werden können. Für ein ganz kleines Baby ist ein Buggy noch nicht geeignet, denn es sollte unbedingt im Liegen transportiert werden. Hochwertige Modelle sind leider recht teuer, vielleicht könnt ihr einen gebrauchten ergattern oder lasst euch das Wunschmodell schenken.

Zum Tragen eignen sich entweder spezielle Tücher oder Tragevorrichtungen. Das Binden eines Tuches lässt man sich am besten zeigen, denn es erfordert ein wenig Übung. Dann ist es aber die bequemste und praktischste Weise, sein Kind zu transportieren. Selbst im Haus, wenn es einmal unruhig ist, beruhigt es sich schneller wieder wenn Mama oder Papa es tragen. Mit dem Kind im Tuch lässt sich sogar einiges an Hausarbeit erledigen.

Für den Transport im Auto braucht ihr einen Kindersitz. Das ist einer der wenigen Artikel, die ihr am besten neu kaufen solltet. Bei gebrauchten Sitzen weiß man nie sicher, ob es nicht doch irgendwann einen kleinen Unfall gegeben hat. Das würde die Sicherheit aber stark beeinträchtigen!

Guten Appetit, mein Schatz!

Was das Essen betrifft ist das erste Lebensjahr wohl eines der aufregendsten. Euer kleiner Schatz entwickelt sich von einem Milchtrinker zu einem kleinen Gourmet und kann am Ende dieser Entwicklung schon allein essen. In den ersten Wochen braucht das Baby allerdings nur Milch. Viele Mütter entscheiden sich, in den ersten Wochen oder Monaten zu stillen und müssen deshalb keine Babynahrung kaufen. Kleine Flaschen und Sauger, mit denen ein Fencheltee gegen Blähungen und Bauchschmerzen gegeben werden kann, gehören jedoch trotzdem zur Erstausstattung. Ebenso braucht ihr mindestens zwei Still-BHs und Stilleinlagen. Es gibt spezielle Oberteile zum Stillen, aber Blusen zum Aufknöpfen und ein großes Tuch, mit dem ihr euch in der Öffentlichkeit bedecken könnt, genügen völlig. Soll das Baby die Milchflasche bekommen, braucht ihr natürlich etwas mehr Flaschen. Spezielle Geräte zum Sterilisieren der Flaschen sind praktisch, ein Topf, in dem ihr sie auskochen könnt, macht sie jedoch ebenso steril.

Erst im Alter von rund einem halben Jahr bekommt euer Baby dann den ersten Milchbrei, meistens am Abend. Dann bekommt es sein eigenes Geschirr. Ein paar Lätzchen braucht ihr aber vorher schon, doch beim Thema Feuchttücher gehen die Meinungen auseinander. Ein feuchter Waschlappen tut es nämlich auch!

Ich hoffe, mit dieser kleinen Aufzählung konnte ich euch ein wenig die Angst vor den großen Investitionen nehmen, die der Nachwuchs mit sich bringt. Viele Dinge kann man leihen oder gebraucht kaufen und manche braucht man einfach gar nicht. 

Wenn ihr noch einen tollen Namen sucht, haben wir hier tolle Inspirationen für euch.