26.09.2018 | Familie & Kinder Kinder und ihr Taschengeld: Wie viel ist wann genau richtig?

Die meisten Schüler bekommen Taschengeld. Oft ist es aber zu viel oder zu wenig gemessen an den Empfehlungen von Experten, wie eine neue Studie zeigt. Hier könnt ihr euch orientieren, in welchem Alter wie viel Taschengeld okay ist und wann ihr als Eltern zu großzügig seid.

  • Wie viel Taschengeld in welchem Alter angemessen ist, zeigt euch folgende unverbindliche Übersicht. Das Deutsche Jugendinstitut, Jugendämter und Erziehungsexperten orientieren sich daran. WICHTIG: Bei den Beträgen handelt es sich nur um Richtwerte.

    Wie viel Taschengeld in welchem Alter angemessen ist, zeigt euch folgende unverbindliche Übersicht. Das Deutsche Jugendinstitut, Jugendämter und Erziehungsexperten orientieren sich daran. WICHTIG: Bei den Beträgen handelt es sich nur um Richtwerte.

Kinder bekommen Taschengeld, aber oft spürbar mehr oder weniger als Experten empfehlen. Und mit zunehmendem Alter sparen Kinder und Jugendliche immer seltener. Denn sie leihen sich Geld lieber aus. Das Problem: Sie zahlen es nicht jedes Mal zurück. Das sind zentrale Erkenntnisse einer Studie der Universität Wien.

Im Detail sieht es so aus: Schüler, die ihr Taschengeld täglich von den Eltern bekommen, erhalten meistens deutlich höhere Beträge als empfohlen. Bei Kindern, die von ihren Eltern ein monatliches Taschengeld erhalten, sei die Summe dagegen häufig viel niedriger als wünschenswert, so die Studienautoren.

Wie viel Taschengeld in welchem Alter sinnvoll ist, dazu ein Überblick und Orientierung in unserer  Galerie, die sich an der Einschätzung des Deutschen Jugendinstituts orientiert.

Die Studienautoren verweisen aber auch auf die sogenannte  „Taschengeld-Formel“: Sie empfiehlt für Sechs- bis Zwölfjährige ein wöchentliches Taschengeld in der Höhe von 30 bis 50 Cent multipliziert mit den Lebensjahren des Kindes. Für 13- bis 19-Jährige wiederum wird ein monatliches Taschengeld empfohlen, hier die Summe von 2,00 bis 3,60 Euro mit dem Alter multipliziert.

Taschengeld nach „Taschengeld-Formel“
Alter Faktor wöchentlich Taschengeld pro Woche (Alter mal Faktor)
6 0,30 € bis 0,50 € 1,80 € bis 3,00 €
7 2,10 € bis 3,50 €
8 2,40 € bis 4,00 €
9 2,70 € bis 4,50 €
10 3,00 € bis 5,00 €
11 3,30 € bis 5,50 €
12 3,60 € bis 6,00 €
Alter Faktor monatlich Taschengeld pro Monat (Alter mal Faktor)
13 2,00 € bis 3,60 € 26,00 € bis 46,80 €
14 28,00 € bis 50,40 €
15 30,00 € bis 54,00 €
16 32,00 € bis 57,60 €
17 34,00 € bis 61,20 €
18 36,00 € bis 64,80 €
19 38,00 € bis 68,40 €
Wöchentlich oder monatlich?

Jüngere Kinder bis etwa 9 Jahre können mit monatlichen Taschengeld-Zahlungen schlechter umgehen. Ihre Fähigkeit lange vorauszuplanen ist noch nicht ausreichend ausgeprägt. Ein Monatsrhythmus ist viel zu lang. Deshalb raten Experten bei kleinen Kindern und Grundschulkindern eher zu einer wöchentlichen Auszahlung. Ab der weiterführenden Schule sollte das Taschengeld dann monatlich ausgezahlt werden. Auf diese Weise lernen Kinder, sich das Geld über den Monat hinweg einzuteilen, so wie es auch Erwachsene tun müssen.

Kinder sind keine guten Schuldner

Der Studie zufolge haben sich 74 Prozent befragten Schüler schon einmal Geld geliehen. Und es wurde auch gefragt, wie es mit der Rückzahlungsmoral aussieht. So zahlen nur 47 Prozent der Kinder ihren Eltern geliehenes Geld immer zurück. Bei Freunden sind es immerhin 61 Prozent, die das Geld immer zurückzahlen.