09.01.2009 | Geld & Recht 2008 in USA 2, 6 Millionen Jobs verloren

Die Rezession hat auch im Dezember dramatisch auf den Arbeitsmarkt in den USA durchgeschlagen: Ein erneuter Verlust von 524 000 Jobs machte 2008 zum schlimmsten Jahr seit 1945. Wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte, gingen im vergangenen Jahr insgesamt fast 2, 6 Millionen Arbeitsplätze verloren.

2008 in USA 2, 6 Millionen Jobs verloren
US-Flagge
Die Rezession hat auch im Dezember dramatisch auf den Arbeitsmarkt in den USA durchgeschlagen: Ein erneuter Verlust von 524 000 Jobs machte 2008 zum schlimmsten Jahr seit 1945.

Wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte, gingen im vergangenen Jahr insgesamt fast 2, 6 Millionen Arbeitsplätze verloren. Die Arbeitslosenquote schnellte von 6, 8 Prozent im November auf 7, 2 Prozent im Dezemberder höchste Stand seit 15 Jahren.

Insgesamt waren im vergangenen Monat 11, 1 Millionen Menschen in den USA arbeitslos. Seit Dezember 2007 stieg dem Ministerium zufolge die Zahl der Beschäftigungslosen um 3, 6 Millionen und die Arbeitslosenquote um 2, 3 Prozentpunkte. Experten hatten das schlechte Dezember-Ergebnis trotz des Weihnachtsgeschäfts erwartet, nachdem bereits im November nach revidierten Berechnungen 584 000 Jobs verloren gegangen waren.

Der künftige Präsident Barack Obama wertete die Arbeitsmarktzahlen als «krasse Erinnerung» daran, dass dringend gehandelt werden müsse, um das Ausbluten der Wirtschaft zu stoppen. «Ganz klar ist die Situation düster, sie wird schlechter, und sie erfordert rasche Aktion», sagte Obama, der sein Amt am 20. Januar antritt. Der künftige Präsident versucht, im Eiltempo ein massives Konjunkturprogramm mit einem Umfang von mindestens 775 Milliarden Dollar im Kongress durchzusetzen. Er will im Zeitraum von zwei Jahren drei Millionen Arbeitsplätze schaffen oder sichern.

Die Arbeitsmarktzahlen dürften nach Einschätzung von Experten den Druck auf den Kongress erhöhen, das Konjunkturpaket tatsächlich möglichst schnell zu verabschieden. Allerdings gibt es im Senat und Abgeordnetenhaus erhebliche Bedenken angesichts des enormen Umfangs. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Washington ) (Quelle: )