14.01.2009 | Geld & Recht Aufträge im deutschen Maschinenbau brechen ein

Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau ist im November um 30 Prozent eingebrochen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) wagte daraufhin keine Prognose für das laufende Jahr.

Aufträge im deutschen Maschinenbau brechen ein
Maschinenbau
Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau ist im November um 30 Prozent eingebrochen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) wagte daraufhin keine Prognose für das laufende Jahr.

Es sei wenig wahrscheinlich, dass die bisher vorhergesagte Stagnation bei der Produktion noch eintreffe, teilte der VDMA in Frankfurt mit. Eine neue Prognose solle nun am 10. Februar veröffentlicht werden.

Die inflationsbereinigte Nachfrage aus dem Inland sank im November im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32 Prozent, die Auslandsnachfrage gab um 29 Prozent nach. Noch nie hätten die Aufträge aus beiden Bereichen gleichzeitig in dieser Größenordnung nachgegeben, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Bei den monatlichen Zahlen für die Auftragseingänge seien starke Schwankungen zwar nichts Ungewöhnliches. Allerdings deuteten die Novemberdaten für das Schlussquartal «auf einen bisher noch nie gesehenen Rückgang der Aufträge hin», hieß es in der Mitteilung. Ausnahmesituationen dürften aber auch nicht einfach in die Zukunft fortgeschrieben werden, ohne nach wie vor bestehende Wachstumschancen zu sehen. «Wir haben uns deshalb eine Denkpause verordnet», sagte Wiechers.

Bei dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich September bis November ergibt sich laut VDMA bei den Aufträgen ein Minus von 16 Prozent. Die verschiedenen Bereiche des Maschinenbaus schnitten in diesem Zeitraum sehr unterschiedlich ab: Bei Textilmaschinen, Baumaschinen oder auch Druckmaschinen habe es teilweise Einbrüche um 50 Prozent gegeben. Andere Segmente wie etwa Bergbaumaschinen, Landtechnik oder Turbinen lägen zweistellig im Plus.

Der Auftragsbestand reichte nach letzten Daten von Oktober im Schnitt etwa sechs Monate aus, um die Produktion aufrechtzuerhalten. In einigen Segmenten wie etwa Armaturen liege der Wert allerdings bei lediglich einem Monat, bei Anlagenbauern oder Turbinenherstellern seien bis zu 20 Monate üblich. Zum Jahresende waren im deutschen Maschinenbau rund 975 000 Menschen beschäftigt. Damit ist der Maschinen- und Anlagenbau laut VDMA der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Frankfurt/Main ) (Quelle: )