28.11.2019 | Geld & Recht Autofahren, Pendeln, Steuern: Das ändert sich im Dezember 2019

Zum Jahresabschluss 2019 wartet der letzte Kalendermonat wieder mit einigen Neuerungen auf. Was ist ab Dezember für Autofahrer und Bahnreisende wichtig? Was solltet ihr für die Steuer berücksichtigen? Und was ändert sich bei YouTube? Alle Infos hier:

Fahrplanwechsel bei der Bahn

Gute Nachrichten für Bahnfahrer in Bayern: Mit dem Fahrplanwechsel zum 15. Dezember sollen vor allem mehr Haltestellen angefahren, Taktlücken geschlossen und frühere Verbindungen für Pendler eingerichtet werden. Zudem verzichtet die Bahn erstmals seit Jahren auf eine Erhöhung der Ticket-Preise.

Insgesamt sollen - vor allem im Berufsverkehr - mehr Züge im Einsatz sein, teilte die Deutsche Bahn (DB) mit. Nach Angaben der DB betrifft das unter anderem die Mainfrankenbahn und die Mittelfrankenbahn sowie den München-Nürnberg-Express und den Flughafen-Express von Regensburg zum Flughafen München.

Foto: Martin Schutt//dpa

Für Fernverkehrsreisende aus Nürnberg und München sollen von frühmorgens bis spätabends im Stundentakt Züge von und nach Berlin fahren. Auch die Verbindungen zwischen Coburg und Berlin sollen ausgebaut werden. Verbesserungen verspricht der Konzern auch Reisenden von Augsburg, Bamberg oder Ingolstadt aus. Rund 128.000 Kunden pro Tag nutzten den Fernverkehr in Bayern, heißt es.

Außerdem ist ein kundenfreundlicherer öffentlicher Personennahverkehr der DB in der Landeshauptstadt München vorgesehen. Neben zusätzlichen frühmorgendlichen Fahrtmöglichkeiten sind mehr Informationen auf den Bahnsteigen und auf den Monitoren in den neueren S-Bahnen geplant. Statt eines Soll-Fahrplans soll hier ein Fahrplan in Echtzeit mit Anschlussmöglichkeiten angezeigt werden.

Das ist im Dezember auch spannend!

Neue Vignetten für Österreich - aber auch Mautbefreiungen

Bei unseren Nachbarn in Österreich gibt es neue Vignetten für Autobahnen und Schnellstraßen. Kaufen können sie Autofahrer ab Ende November, gültig sind sie ab dem 1. Dezember 2019. Die Farbe dieses Mal: himmelblau.

Die Preise steigen leicht: Die  Jahresvignette kostet für Autofahrer dann 91,10 Euro statt 89,30 Euro. Motorradfahrer zahlen 36,20 Euro statt 35,50 Euro. Die 10-Tages-Vignette für Autofahrer wird 20 Cent teurer und kostet 9,40 Euro.

Foto: Asfinag

Allerdings dürfen sich deutsche Urlauber und Pendler auch über eine Mautbefreiung auf fünf grenznahen, kurzen Autobahnabschnitten in Österreich freuen. Das hatte das österreichische Parlament Mitte November beschlossen. Mit der Maßnahme soll der Ausweichverkehr vor allem von deutschen Autofahrern über Landstraßen eingedämmt werden. Das Gesetz muss zwar noch durch den österreichischen Bundesrat, die Zustimmung gilt aber als sicher. Bei einer Bestätigung könnten die Mautbefreiungen am 15. Dezember auf folgenden Strecken in Kraft treten.

  • Inntalautobahn A12 (Kufstein Süd)
  • Westautobahn A1 (Salzburg Nord)
  • Rheintal/Walgau-Autobahn A14
  • Anschlussstelle Hohenems, Linzer Autobahn A26
  • Mühlkreisautobahn A7 (noch zu bauende Bypassbrücke zwischen Hafenstraße und Urfahr)
YouTube ändert Nutzungsbedingungen: Drohen jetzt Konto-Löschungen?

Zum 10. Dezember will YouTube in den USA seine Nutzungsbedingungen anpassen. Schon zuvor macht eine Formulierung aber auch vielen deutschen Nutzern der Videoplattform Sorgen:

Foto: Britta Pedersen/dpa

„YouTube kann gegebenenfalls Ihren Zugriff oder den Zugriff Ihres Google-Kontos auf den gesamten oder einen Teil des Dienstes kündigen, wenn YouTube berechtigterweise davon ausgeht, dass die Bereitstellung des Dienstes an Sie nicht mehr wirtschaftlich ist.“

„Wirtschaftlich“? Was YouTube in diesem Punkt genau meint, ist unklar. Nun befürchten viele YouTuber, dass ihr Konten willkürlich gelöscht werden können. YouTube hat inzwischen reagiert und betont in einem Statement:

„Es geht nicht darum, Kanäle zu löschen, weil sie nicht genug Geld verdienen. Wie schon früher bekannt, behalten wir uns vor, bestimmte Kanäle zu löschen oder Services zu beschränken, wenn es zum Beispiel lange keine Aktivität gab oder der Kanal nur sehr eingeschränkt benutzt wird. Es wird weder auf die Ersteller noch auf die Betrachter irgendeinen negativen Einfluss haben.

Die User werden es jedenfalls kritisch im Auge behalten.

Last-Minute Steuern sparen zum Jahresende

Wer die Förderung von Handwerkerausgaben oder Arbeitsmitteln noch nicht ausgeschöpft hat, sollte nochmal seine Ausgaben unter die Lupe nehmen. 

Der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) erklärt: Handwerkerleistungen im Haushalt werden pro Jahr bis zu 6.000 Euro anerkannt. 20 Prozent davon senken die Steuerschuld, also maximal 1.200 Euro. Bei Gärtnerarbeiten und haushaltsnahen Dienstleistungen wie der Beschäftigung von Putzhilfen liegt die Fördergrenze bei 20.000 Euro, also höchstens 4.000 Euro senken die Steuerschuld. Offene Rechnungen noch zu begleichen, könnte sich steuerlich lohnen. Wenn der Beträge ausgeschöpft sind, zahlen Steuerpflichtige weitere Leistungen besser im neuen Jahr.