09.01.2009 | Geld & Recht Boeing streicht 4500 Jobs im Verkehrsflugzeugbau

Der US-Flugzeugbauer Boeing streicht nach einem Auftragseinbruch Tausende von Stellen. Etwa 4500 der 68 000 Arbeitsplätze im Bereich Verkehrsflugzeuge sollen wegfallendas sind knapp sieben Prozent.

Boeing streicht 4500 Jobs im Verkehrsflugzeugbau
US-Flugzeugbauer Boeing
Der US-Flugzeugbauer Boeing streicht nach einem Auftragseinbruch Tausende von Stellen. Etwa 4500 der 68 000 Arbeitsplätze im Bereich Verkehrsflugzeuge sollen wegfallendas sind knapp sieben Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter sinke damit wieder auf den Stand von Anfang 2008.

Das teilte Boeing am Freitag am Sitz in Seattle (US-Bundesstaat Washington) mit. Der Airbus-Konkurrent hatte im vergangenen Jahr wegen des globalen wirtschaftlichen Sinkflugs einen deutlichen Rückgang seiner Aufträge verzeichnet. Viele Fluggesellschaften in aller Welt treten derzeit bei ihren Ausbauplänen wegen der Wirtschaftskrise auf die Bremse.

Die Zahl der bestellten Flugzeuge war bei Boeing 2008 um mehr als die Hälfte auf 662 Stück zurückgegangen. Damit liegt Boeing deutlich hinter der EADS-Tochter Airbus, die allein bis Ende November 756 bestellte Flugzeuge gemeldet hatte. Beide haben allerdings noch gut gefüllte Auftragsbücher.

Der Jobabbau bei Boeing werde vor allem im zweiten Quartal erfolgen, hieß es. Die meisten der betroffenen Stellen sollen im Bundesstaat Washington im äußersten Nordwesten der USA wegfallen. Dafür seien auch Kündigungen nötig, die normale Fluktuation reiche nicht aus.

Viele der Stellen liegen laut Boeing in der Verwaltung und anderen Bereichen abseits der unmittelbaren Flugzeugfertigung. Der Hersteller kämpft seit einem fast zweimonatigen Streik im vergangenen Jahr noch mit langen Lieferverzögerungen.

Besonders der Start des neuen Boeing Langstreckenflugzeugs 787 Dreamliner musste wegen vieler Probleme bereits mehrfach verschoben werden. Das erste Flugzeug des neuen Typs soll nun Anfang 2010 ausgeliefert werdenfast zwei Jahre später als ursprünglich geplant. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Seattle ) (Quelle: )