20.02.2020 | Geld & Recht Impfpflicht, Rezepte, Umzüge: Das ändert sich für euch im März 2020

Zum Monatswechsel treten wieder einige gesetzliche Änderungen in Kraft. Ab März gibt es neue Regeln und Rechte für Patienten, unter anderem eine Impfpflicht für Kinder und Kita-Personal. Für ausländische Fachkräfte gibt es Erleichterungen am deutschen Arbeitsmarkt. Wer umzieht, kann Steuervorteile nutzen.

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Masern-Impfpflicht

Am 1. März tritt die beschlossene Impfpflicht gegen Masern in Kraft. Sie betrifft Kinder, die neu in einem Kindergarten oder einer Schule angemeldet werden. Für Kids, die Einrichtungen bereits besuchen, müssen die Eltern den Impfnachweis bis zum 31. Juli 2021 vorlegen.

Bei Verstößen gegen die Impfpflicht kann eine Geldbuße bis zu 2.500 Euro verhängt werden. Nicht geimpfte Kinder werden außerdem der Einrichtung verwiesen.

Wiederholungsrezept
Foto: Oliver Berg/dpa

Auch in Sachen Gesundheit ändert sich etwas ab März. Denn ab dem Monatswechsel wird das Wiederholungsrezept eingeführt. Patienten bekommen damit die Möglichkeit, bestimmte Rezepte bis zu drei Mal einzulösen. Versicherte können sich so einige Arztbesuche sparen, wenn sie ein Rezept regelmäßig benötigen.

Umzugskostenpauschale

Ab März 2020 können Umzugskosten von der Steuer abgesetzt werden. Wer aufgrund seines Arbeitsplatzes, Studiums oder Ausbildung umzieht, kann die entstandenen Kosten geltend machen. Belege sind ratsam. Es gibt aber auch eine Umzugskostenpauschale. Für Paare wird der Betrag auf 1.639 Euro, für Singles auf 820 Euro angehoben.

Fachkräfteeinwanderung

Anfang März tritt auch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Es soll qualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten den Weg nach Deutschland erleichtern, da diese im Inland und der EU zunehmend knapp werden.

Mit dem Gesetz sollen Visaverfahren beschleunigt und die Möglichkeiten verbessert werden, dass Fachkräfte Deutsch lernen.

Für die Wirtschaft ist der Fachkräftemangel trotz einer schwächeren Konjunktur das größte Geschäftsrisiko, wie aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags vom vergangenen Jahr hervorgeht.

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Beweissicherung nach Sexualdelikt wird Kassenleistung 

Opfer von sexuellen Übergriffen und Missbrauch müssen ab dem 1. März nicht mehr selbst für Beweissicherung und Laboruntersuchungen (z. B. bei Untersuchungen zum Nachweisen von K.o-Tropfen) aufkommen.

Werbung für Schönheitsoperationen für Kinder wird verboten

Die Werbung für Schönheitsoperationen, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, wird verboten. Das betrifft auch Werbung auf Facebook, Instagram und anderen sozialen Netzwerken.