17.05.2018 | Geld & Recht Die ANTENNE BAYERN Steuer-Checkliste: So klappts mit der Last-Minute-Steuererklärung!

Nur noch wenige Tage bis zur Deadline! Bis zum 31. Mai um 24 Uhr müssen viele von uns ihre Steuererklärung 2017 abgeben. Welche Belege und Nachweise brauche ich? Wie schaffe ich es noch rechtzeitig? Und: Wie bekomme ich notfalls doch noch mehr Zeit? Wir haben für euch die wichtigsten Tipps und Unterlagen zum Ausdrucken!

Foto: Hans-Jürgen Wiedl/dpa

Alle Jahre wieder: Es wird Zeit, die Steuererklärung abzugeben. Und die Zeit drängt: Am 31. Mai ist Deadline! Spätestens dann müssen viele von uns die Einkommenssteuererklärung 2017 beim Finanzamt einreichen. Aber kann ich mir die lästige Pflicht nicht schenken? Die Antwort lautet: Es kommt drauf an!

Wann gilt für mich die steuerliche Frist 31. Mai?

Es gibt bestimmte Voraussetzungen, wann die Frist 31. Mai zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtend ist. Betroffen ist, wer:

  • bei mehreren Arbeitgebern tätig war,
  • einen Verlustvortrag aus den Vorjahren hat,
  • oder über 410 Euro steuerpflichtige Nebeneinkünfte bzw. Arbeitslosen-, Kranken-, Kurzarbeiter- oder Elterngeld bezogen hat.

Auch Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner, die die Steuerklassen III und V oder IV mit Faktor gewählt haben, müssen eine Steuererklärung abgeben. Wer mehr als 11.000 Euro Arbeitslohn bezogen hat (20.900 Euro für zusammen veranlagte Ehepartner) und auf der Lohnsteuerkarte einen Freibetrag eingetragen hat, zum Beispiel für Werbungskosten, muss auch an seine Steuererklärung denken.

Tipp: Falls ihr euch nicht sicher seid, ob ihr abgeben müsst: Werft einen Blick auf den Steuerbescheid aus dem letzten Jahr. Ruft dann beim zuständigen Sachbearbeiter im Finanzamt an und fragt den Experten.

In der Regel gilt aber: Alleinstehende Arbeitnehmer, die nur bei einem Arbeitgeber beschäftigt sind, müssen keine Steuererklärung abgeben. Wer den Aufwand aber nicht scheut, kann bares Geld sparen. Damit ihr eure Last-Minute-Steuererklärung doch noch hinbekommt, geben wir euch das ein paar Helfer an die Hand.

Die wichtigsten Unterlagen zum Ausdrucken

Die größte Herausforderung, vor der viele anfangs stehen, sind Fragen wie: Welche Unterlagen brauche ich überhaupt für meine Steuererklärung? Oder: Welche Kosten, die bei mir übers Jahr aufgelaufen sind, sind überhaupt steuerlich von Bedeutung?

Selbst wenn ihr die Steuererklärung regelmäßig und schon sehr oft gemacht habt: Das ein oder andere rutscht selbst einem Profi mal durch. Unsere ANTENNE BAYERN Steuerunterlagen-Checkliste hilft euch dabei, dass ihr bei eurer Steuererklärung wirklich an alles denkt!

Steuerunterlagen-Checkliste

Was passiert, wenn ich zu spät dran bin?

Derzeit sind die Finanzämter relativ milde, wenn die Steuererklärung unentschuldigt zu spät eingeht. Ein Verspätungszuschlag ist zwar gesetzlich bereits beschlossen, automatisch wird er aber erst für die Steuererklärung für das Jahr 2018 relevant (25 Euro pro angefangenem Monat). Und dann kosten zu spät eingereichte Steuererklärungen viel Geld.

Wer verpflichtet ist, seine Steuer bis zum 31. Mai gegenüber dem Fiskus zu erklären, muss schon eher mit Verspätungszuschlägen rechnen. Wer nicht auf Erinnerungen und Zwangsgeldfestsetzungen reagiert, wird vom Finanzamt nämlich steuerlich geschätzt. Und wem das schon mal passiert ist, weiß: Die geschätzte Steuerschuld fällt generell höher aus als die tatsächliche!

Wie bekomme ich mehr Zeit für die Steuererklärung?

Wenn ihr feststellt, dass ihr bis zum 31. Mai eure Steuererklärung abgeben müsst und schon schwitzige Hände bekommt: keine Panik. Ihr könnt eine Fristverlängerung beantragen. Am besten stellt ihr dafür einen schriftlichen Antrag, den ihr an euer Finanzamt schickt.

Musterschreiben für Fristverlängerung