02.01.2009 | Geld & Recht Kein Bonus für Citigroup-Chef

Mit Citigroup-Chef Vikram Pandit muss ein weiterer Wall-Street-Boss auf die üblichen Millionen-Prämien verzichten.

Kein Bonus für Citigroup-Chef
Chef des US-Finanzkonzerns Citigroup: Vikram Pandit
Mit Citigroup-Chef Vikram Pandit muss ein weiterer Wall-Street-Boss auf die üblichen Millionen-Prämien verzichten.

Die massive Einschränkung von Bonus-Zahlungen, die in den vergangenen Jahren einen Löwenanteil der Vergütung von Top-Managern der US-Finanzbranche ausmachten, ist eine Bedingung für die Hilfen des amerikanischen Staates. Die Citigroup wurde von der US-Regierung stärker mehr als viele andere Finanzkonzerne gestützt: Zu direkten Investitionen von 45 Milliarden US-Dollar kamen Garantien von gut 300 Milliarden Dollar hinzu. Pandit gab die Entscheidung am Mittwoch in einer Mitteilung an die Belegschaft bekannt, wie US-Medien übereinstimmend berichteten.

Die Citigroup hat im vergangenen Jahr riesige Verluste wegen der Finanzmarkt- und Immobilienkrise in den USA verbucht und kündigte den Abbau von 52.000 Arbeitsplätzen an. Auch viele andere Wall-Street-Größen kriegen für das verheerende Jahr 2008 keine Prämien.

Darunter ist der Chef der Investmentbank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein. Er hatte im Jahr 2007als sich die Finanzkrise schon deutlich abzeichnetemit einem Bonus im damaligen Volumen von 67, 9 Millionen Dollar einen Wall-Street-Rekord aufgestellt und die Diskussion über die Vergütung der Manager angeheizt. Allerdings hatte Goldman Sachs 2007 noch einen Rekordgewinn eingefahren. Dagegen muss sein Kollege John Mack von Morgan Stanley das zweite Jahr in Folge auf eine Bonus-Zahlung verzichten.

Pandit ist auch ohne einen Jahresbonus für 2008 ein reicher Mann: Im Jahr davor nahm er bei dem Verkauf des von ihm mitgegründeten Hedgefonds Old Lane Partners an die Citigroup 165 Millionen Dollar ein. Im Zuge der Finanzkrise wurde Old Lane im vergangenen Sommer geschlossen. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - New York ) (Quelle: )