15.11.2018 | Geld & Recht Kredite aus dem Internet: Darauf solltet ihr achten

Dank World Wide Web ist es mittlerweile so einfach wie nie zuvor, einen Kredit zu bekommen – egal, ob Kleinkredit für den Urlaub oder Autokredit für den Gebrauchtwagen. Diese Masse an Angeboten führt aber auch zu einer Verunsicherung bei den Verbrauchern. Denn leider tummeln sich im Internet allerhand schwarze Schafe, auch im Finanzbereich. Worauf also solltet ihr achten, wenn ihr einen Online-Kredit abschließt?

Vor allem kleinere Kredite werden mittlerweile häufig direkt über das Internet vergeben, und selbst bei größeren Beträgen findet zumindest die Recherche vorab bei den meisten Verbrauchern online statt (Quelle: https://www.kredit-suche.com/kreditnews/kredite-im-internet-online-kredit-erfahrungen-tipps.html) . Das Internet spielt somit in der Kreditbranche eine zunehmend wichtige Rolle. Jedoch bietet das World Wide Web nicht immer die gewünschte Transparenz. Wer ist der Kreditgeber? Wie steht es um die Konditionen? Kommt ihr für den Kredit überhaupt infrage? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen viele Deutsche, wenn sie sich auf der Suche nach Fremdkapital befinden - etwa für den Hausbau. Sie haben nicht selten Angst, in eine Kostenfalle zu tappen, weil sie beim Vertragsabschluss etwas Kleingedrucktes überlesen haben. Aus diesem Grund bevorzugen die meisten Kreditnehmer nach wie vor den klassischen Weg über den Bankberater. Allerdings sind im Internet häufig bessere Konditionen zu finden. Zudem lässt sich hier eine Menge Zeit sparen – vor allem, wenn es um kleine Beträge geht.

Online-Kredite sind nicht zwingend unseriös

Gerade bei solchen Verträgen wie dem Kredit ohne Schufa klingeln aber bei vielen Verbrauchern die Alarmglocken – mit gutem Grund. Tatsächlich gibt es einige unseriöse Anbieter auf dem Kreditmarkt, welche schnell und ohne ausgiebige Prüfung eine Menge Geld versprechen und verzweifelte Verbraucher, die vielleicht sogar schon überschuldet sind, damit direkt in die Schuldenfalle locken. Dennoch bedeutet das keinesfalls, dass Online-Kredite prinzipiell unseriös sind. Im Gegenteil: Auch im Internet gibt es zahlreiche seriöse Angebote, häufig direkt von den großen Banken, welche den Verbrauchern sogar attraktive Vorteile gegenüber dem klassischen Kredit bieten – beispielsweise  Sonderaktionen mit Zinsvorteil. Schlussendlich liegt es nämlich auch im Interesse der Banken, mit der Zeit zu gehen und so viele Kredite wie möglich auszugeben, um daran zu verdienen. Dafür auch das Internet zu nutzen, liegt in Zeiten der Digitalisierung auf der Hand. Für solvente Verbraucher gibt es somit keinen Grund, den Online-Kredit zu scheuen. Jedoch solltet ihr „richtig“ an den Kredit aus dem Internet herangehen.

Was ihr bei Krediten aus dem Internet beachten müsst

Solltet ihr euch für einen Online-Kredit interessieren, ist eine ausführliche Recherche vorab unerlässlich. Der erste Schritt liegt darin, eine seriöse Plattform für den Kreditvergleich zu finden. Diese muss einerseits über ein deutsches Impressum verfügen. Andererseits sollte klar ersichtlich sein, welche Angebote von welchen Kreditinstituten hier angeboten, beziehungsweise miteinander verglichen werden. Bestenfalls stehen bekannte Namen wie große Banken hinter den verschiedenen Tarifen. Interessiert ihr euch nach dem Kreditvergleich für einen Tarif oder mehrere Angebote, solltet ihr euch diese näher ansehen. Dies gilt in erster Linie für den Kreditgeber sowie die Kreditkonditionen. Häufig werben die Kreditgeber nämlich mit besonders günstigen Zinsen, welche jedoch immer bonitätsabhängig sind und somit im tatsächlichen Angebot plötzlich teurer sein können. Die Konditionen wie Vertragslaufzeit, Tilgungshöhe, Kredithöhe, Zinssatz & Co müsst ihr daher sorgfältig prüfen und das Kleingedruckte unbedingt im Detail lesen – denn hier findet ihr tiefergehende Informationen, beispielsweise zu Sondertilgungen, Rücktrittsbestimmungen, und, und, und…

Die Vor- und Nachteile der Online-Kredite

Zudem sollte euch bewusst sein, dass der Online-Kredit im Regelfall ein klassischer Ratenkredit ist, welchen ihr anschließend in gleichbleibenden Monatsraten tilgt. Solltet ihr ein anderes Modell wünschen, müsst ihr entweder gezielt nach solchen Angeboten suchen oder das Kreditinstitut direkt kontaktieren. Online-Kredite sind teilweise günstiger, wenn sie von Online-Banken stammen, die weniger Personalkosten verzeichnen. Es kommt jedoch auf den Online-Kredit an, denn in manchen Fällen werden je nach Bonität höhere Zinsen berechnet.

Demgegenüber bringt das Fremdkapital aus dem World Wide Web aber auch zahlreiche Vorteile mit sich. Dazu gehört in erster Linie die Zeitersparnis. Für die Vergabe von Online-Krediten nutzen die Geldgeber nämlich automatisierte Prozesse, sodass dem Interessenten meist innerhalb weniger Minuten ein individuelles Angebot vorliegt. Bei Unterzeichnung des Kreditvertrages wird das Geld zudem in vielen Fällen direkt überwiesen. Aus diesem Grund werden die Kredite aus dem Internet auch oft als Sofortkredite bezeichnet. Sie eignen sich somit optimal, um bei finanziellen Engpässen innerhalb kürzester Zeit wieder Liquidität herzustellen. Ein weiterer Vorteil der Internetkredite liegt darin, dass sie – beispielsweise im Gegensatz zu Autokrediten – nicht zweckgebunden sind und somit flexibel eingesetzt werden können.

Fazit: Online-Kredite – ja oder nein?

Schlussendlich ist es mit den Krediten aus dem Internet wie mit so vielen Dingen im Leben: Sie bringen sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Wichtig ist, mit der richtigen Vorsicht an die Sache heranzugehen, verschiedene Angebote gründlich zu vergleichen und auf Herz sowie Nieren zu überprüfen. Wer jedoch sicherstellt, ein attraktives sowie seriöses Kreditangebot gefunden zu haben, kann besten Gewissens unterschreiben und von der Schnelligkeit sowie Flexibilität der Online-Kredite profitieren.