05.01.2009 | Geld & Recht Krise im Nahen Osten lässt Ölpreise weiter steigen

Die Ölpreise sind wegen der Eskalation im Nahen Osten und einer Verschärfung des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine erneut kräftig gestiegen.

Krise im Nahen Osten lässt Ölpreise weiter steigen
Pipeline am Arabischen Golf
Die Ölpreise sind wegen der Eskalation im Nahen Osten und einer Verschärfung des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine erneut kräftig gestiegen.

Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate zur Auslieferung im Februar kostete am Montagmittag 47, 06 Dollar und damit 72 Cent mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte um 75 Cent auf 47, 66 Dollar.

«Der Konflikt im Gazastreifen hat die geopolitischen Risiken erhöht», erklärte Rohstoffanalyst David Moore von der Commonwealth Bank of Australia den Preisanstieg beim Rohöl. Zwei Tage nach Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen setzt die israelische Armee ihre Angriffe auf Ziele der radikal-islamischen Hamas fort. Auch aus Sicht der Commerzbank hat vor allem die Gewalteskalation im Nahen Osten den Ölpreis zuletzt nach oben getrieben.

Außerdem seien die Anleger an den Ölmärkten besorgt über die jüngste Entwicklung im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine, hieß es am Markt. Nach dem russischen Stopp von Gas-Lieferungen an die Ukraine haben sich die Fronten zuletzt weiter verhärtet. Mit der Zunahme der geopolitischen Risiken erhöhte sich der Preis für US- Rohöl seit Jahresbeginn mittlerweile um mehr als zehn Dollar.

Der Konflikt im Gaza-Streifen und der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine haben aus Sicht der Commerzbank die geopolitischen Risiken der Energieversorgung weltweit vor Augen geführt. In den vergangenen Monaten sei der Markt so besorgt über den Einbruch der Nachfrage gewesen, dass man die Angebotsrisiken völlig außer Acht gelassen habe.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist unterdessen kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC- Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel aus den Fördergebieten des Kartells am Freitag 39, 95 US-Dollar und damit 4, 37 Dollar mehr als am vergangenen Mittwoch. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten der Mitgliedsländer. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - London/New York/Wien ) (Quelle: )