09.01.2009 | Geld & Recht Krise schlägt immer stärker auf Industrie durch

In Deutschland schlägt die globale Wirtschaftskrise immer stärker auf die Industrie durch. Der Produktionsrückgang des verarbeitenden Gewerbes beschleunigte sich im November überraschend deutlich.

Krise schlägt immer stärker auf Industrie durch
Maschinenbauer
In Deutschland schlägt die globale Wirtschaftskrise immer stärker auf die Industrie durch. Der Produktionsrückgang des verarbeitenden Gewerbes beschleunigte sich im November überraschend deutlich.

Zum Vormonat sei die Erzeugung preis- und saisonbereinigt um 3, 1 Prozent gesunken, berichtete das Wirtschaftsministerium am Freitag in Berlin. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang um 2, 0 Prozent erwartet.

Der Produktionsrückgang im Vormonat wurde unterdessen von zunächst minus 2, 1 Prozent auf minus 1, 8 Prozent nach oben revidiert. Im Jahresvergleich brach die Produktion im November um bereinigt 6, 4 Prozent ein, nach einem Rückgang um 3, 7 Prozent im Oktober. Erwartet worden war ein Rückgang um 5, 5 Prozent.

Nach Ministeriumsangaben dürfte sich diese Entwicklung angesichts anhaltend schwacher Bestellungen in den kommenden Monaten fortsetzen. Besonders stark war der Produktionsrückgang im November in der Industrie mit 3, 5 Prozent, während die Produktion im Baugewerbe stagnierte.

Innerhalb des Industriesektors kam es vor allem bei den konjunkturell wichtigen Vorleistungs- und Investitionsgüterproduzenten mit minus 6, 0 Prozent beziehungsweise minus 2, 2 Prozent zu starken Rückgängen. Im Konsumgütersegment sank die Produktion um 1, 1 Prozent.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Oktober/November gegenüber August/September) sank die Gesamtproduktion um 4, 9 Prozent. Dabei verringerte sich die Industrieproduktion mit 5, 6 Prozent besonders stark, während die Bauproduktion um 2, 4 Prozent schrumpfte. Im Jahresvergleich sank die Produktion im verarbeitenden Gewerbe im Zweimonatsvergleich arbeitstäglich bereinigt um 5, 0 Prozent. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Berlin ) (Quelle: )