17.12.2020 | Geld & Recht Mietmarkt in Süddeutschland: Wo die Preise sinken und wo's teurer wird!

In den letzten Monaten sind Preise für Mieten in den großen Städten in Süddeutschland deutlich angestiegen. Doch zeigt sich allmählich eine Entspannung auf dem Mietmarkt in Süddeutschland. So haben sich die Mietpreise in München und Stuttgart stabilisiert, im Umland sind die Mietpreise um bis zu 4 Prozent zurückgegangen. Dagegen sind die Mietpreise auf dem Land deutlich angestiegen.

Foto: Pixabay / Kapa65

In 15 Regionen in Süddeutschland wurden zweistellige Wachstumsraten der Mietpreise verzeichnet, so dass es sich nicht mehr unbedingt lohnt aufs Land zu ziehen, um die monatlichen Fixkosten hinsichtlich günstiger Mietpreise zu senken. Die Analyse zum Mietpreisspiegel in Bayern und Baden-Württemberg ergab, dass die Mieten im Vergleich zum Vorjahr eher stagnieren und nur in einzelnen Regionen deutlich teurer geworden sind. Dabei wurden insgesamt 136 Stadt- und Landkreise in Süddeutschland unter die Lupe genommen, bei denen die Angebotsmieten von Wohnflächen miteinander verglichen wurden. In 43 Stadt- und Landkreisen gibt es keine Anstiege mehr zu verzeichnen. Auch in München haben sich die Mietpreise deutlich entspannt, nachdem in letzten Jahren die Preise für Wohnräume ungebremst in Höhe geschossen sind. Einzig auf dem Land haben sich die Mietpreise in den letzten Monaten deutlich erhöht. So gibt es Preisanpassungen und Mietpreissteigerungen von bis zu 15 Prozent in ländlichen Regionen und im entfernten Umland der großen süddeutschen Metropolen zu verzeichnen. Was das für Mieter bedeutet und wo es aktuell die günstigsten Mietangebote zu finden gibt, erfährt Ihr im folgenden Beitrag.


Nur noch leichte Preisanstiege in der Stadt

Wirft man einen Blick auf die Mietangebote auf immowelt.de stellt man schnell fest, dass sich die Preise vor allem in bayrischen Landeshauptstadt deutlich stabilisiert haben. So hat sich die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gesenkt. Alles macht den Anschein, dass die Mietpreise in München und dem Umland allmählich eine Schmerzgrenze erreicht haben. Zwar liegen die Mietpreise in München weiterhin auf Platz 1 aller Metropolen in Deutschland, doch ist mit einer deutlichen Preisentspannung zu rechnen. Auch in Stuttgart flacht die Kurve der Mietpreise weiter deutlich ab. So sind die Mieten zwar weiter um drei Prozent gestiegen, doch ist dies ein Rückgang von mehr als fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Schmerzgrenze scheint in Stuttgart noch nicht vollkommen erreicht zu sein. Dabei hat sich bereits vor der Coronakrise angedeutet, dass die Mietpreise in vielen Ballungsgebieten in Süddeutschland deutlich geringere Wachstumsraten aufzeigen werden. Jedoch gehen Immobilienexperten davon aus, dass eine generelle Trendwende noch nicht in Sicht ist.

Mietpreise in Universitätsstädten werden wieder günstiger

Eine gute Nachricht für alle Studenten: In Freiburg, Heidelberg und Erlangen werden die Angebotsmieten für größere Wohnungen wieder deutlich günstiger. Nachdem die Mieten in den letzten Jahren enorm angestiegen sind, können Studenten Wohnflächen nun wieder zu deutlich günstigen Preisen mieten. Heidelberg verzeichnet mit einem Rückgang von acht Prozent sogar die günstigste Mietpreisentwicklung. Auch in Freiburg sind die Mieten um durchschnittlich sechs Prozent gesunken, so dass Studenten wieder aufatmen können. Dabei lohnen sich für Studenten weiterhin eher große Wohnungen für eine Studenten-WG, als kleine Wohnungen. Denn kleine Studentenbuden sind im Vergleich eher teurer geworden, als große Wohnflächen für Studenten. Einzig in Bamberg sind die Mietpreise für große Wohnung um 14 Prozent angestiegen, jedoch mit einem Quadratmeterpreis von 8,10 Euro weiterhin sehr günstig.