28.11.2018 | Geld & Recht Rente mit 63: Wer 2019 noch ohne Abschlag aufhören kann zu arbeiten

Mit 63 Jahren den Job an den Nagel hängen, den Ruhestand genießen und die volle Rente bekommen. Das geht bald nicht mehr so leicht. Denn dafür verschiebt sich das Renteneintrittsalter von Jahr zu Jahr immer weiter nach hinten. Wer im Jahr 2019 noch im Alter von 63 ohne Abschläge in Rente gehen kann, erfahrt ihr hier:

Foto: Patrick Seeger/dpa

Der Wunsch mit 63 Jahren in Rente zu gehen und dafür keine Abschläge zu zahlen, wächst und wächst. Möglich ist das seit vier Jahren, nachdem die Bundesregierung entsprechende gesetzliche Regelungen getroffen hatte. Seitdem wurde die Rente mit 63 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung mehr als eine Millionen Mal beantragt. Und die meisten Anträge wurden auch bewilligt.

Voraussetzung für die „abschlagsfreie Rente ab 63

Wer mindestens 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann sich bereits mit 63 Jahren ohne Abschläge aus dem Job verabschieden. Aber nicht mehr lang. Die Altersgrenze verschiebt sich nämlich jedes Jahr um zwei Monate nach hinten. Beispiel: Für Geburtsjahrgänge ab 1964 bedeutet das, dass sie erst mit 65 Jahren nach 45 Jahren Beitragszahlung abschlagsfrei in den Ruhestand können.

Beispiel:

Das bedeutet: Das Jahr 2019 ist das erste Jahr, in dem das Renteneintrittsalter näher am 64. als am 63. Geburtstag liegt. Wenn ihr also im Jahr 1956 geboren wurdet und nächstes Jahr mit 63 in Rente gehen wollt, könnt ihr das erst abschlagsfrei tun, wenn ihr noch acht Monate nach eurem 63. Geburtstag weiterarbeitet.

Der Tabelle entnehmt ihr, für wen die Altersrente ohne Abschläge ab 63 Jahren möglich ist.

Geburtsjahrgang Eintrittsalter für "Rente ab 63" ohne Abschlag
1951 63 Jahre
1952 63 Jahre
1953 63 Jahre und 2 Monate
1954 63 Jahre und 4 Monate
1955 63 Jahre und 6 Monate
1956 63 Jahre und 8 Monate
1957 63 Jahre und 10 Monate
1958 64 Jahre
1959 64 Jahre und 2 Monate
1960 64 Jahre und 4 Monate
1961 64 Jahre und 6 Monate
1962 64 Jahre und 8 Monate
1963 64 Jahre und 10 Monate
1964 und jünger 65 Jahre


Viele schwärmen von den Vorteilen der frühen Rente: Denn wer möchte nicht den Ruhestand genießen, wenn er oder sie noch körperlich ist und so unbeschwerte die Zeit mit Familie und Freunden verbringen kann. Im Haus und Garten ist sowieso immer was zu tun. Und schöne Reisen gönnen sich doch viele auch gerne.

Zu wenig Beitragsjahre? Das sind die Einbußen

Natürlich ist es auch möglich vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand zu gehen, wenn man nicht auf 45 Beitragsjahre kommt. Allerdings ist der vorzeitige Ruhestand dann zum Teil mit erheblichen Einbußen verbunden. Beispiel: Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze aufhören will zu arbeiten, für den ergibt sich ein Abschlag von 0,3 Prozent pro Monat, den er oder sie früher in Rente geht.

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