11.12.2018 | Geld & Recht Steuererklärung - Geld zurück: So könnt ihr vor Jahresende noch sparen

Steuererklärung machen - Einfach nur nervig? Mit den ANTENNE BAYERN-Steuertipps zum Jahresende macht sogar die Steuererklärung Spaß. Denn so könnt ihr noch richtig viel Geld rausholen:

2019 muss die Steuererklärung zum ersten Mal erst Ende Juli beim Finanzamt sein. Trotzdem lohnt es sich für euch noch vor Ende dieses Jahres ein paar Dinge zu erledigen, um bei der Steuererklärung 2018 richtig viel Geld zurück zu bekommen. Einen kurzen Überblick, wie ihr mit der Steuererklärung 2018 so richtig viel Geld sparen könnt, gibt's in unserer Bildergalerie. 

Steuererklärung 2018 - unsere Tipps:
  • Ehegattensplitting: Wenn sowieso bald die Hochzeit ansteht, wieso nicht noch vor Ende 2018 heiraten und damit rückwirkend für das ganze Jahr vom Ehegattensplittingtarif profitieren?! Eine Zusammenveranlagung, also eine gemeinsame Steuererklärung lohnt sich umso mehr, je unterschiedlicher die Gehälter von euch und eurem Ehepartner sind.
  • Außergewöhnliche Belastungen bündeln: Zu den sogenannten außergewöhnlichen Belastungen zählen vor allem Krankheitskosten, die die Krankenkasse nicht übernimmt. Der selbst zu tragende, zumutbare Eigenanteil hängt vom Einkommen, Familienstand und der Anzahl von Kindern ab. Erst wenn ihr diesen Betrag überschreitet gibt es einen Steuerabzug. Daher macht es Sinn die Ausgaben zum Beispiel für Brillen oder Zahnprothesen so zu bündeln, dass ihr über die Jahresgrenze kommt, oder die Ausgaben dann gegebenenfalls auf nächste Jahr zu verschieben.
  • Noch Handwerker und haushaltsnahe Dienstleistungen beauftragen: Wenn ihr jetzt noch einen Handwerker für Renovierungsarbeiten für euer Haus oder eure Wohnung beauftragt, könnt ihr 20 Prozent der Rechnung steuerlich absetzen. Bei Handwerkerrechnungen könnt ihr maximal 1200 Euro pro Jahr absetzen (also eine maximale Rechnung von 6000 Euro). Aber auch sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen könnt ihr absetzen. Da sind es höchstens 4000 Euro (also eine maximale Rechnung von 20.000 Euro).

    Zu beachten ist: die Arbeiten müssen in eurem Haus stattfinden, es dürfen nur Renovierungsarbeiten sein (also es darf nichts neu gebaut werden) und ihr könnt nur den Arbeitslohn, Fahrt- und Gerätekosten, aber nicht die Materialkosten absetzen. Zu den Leistungen, die ihr absetzen könnt, zählen zum Beispiel Malerarbeiten, die Wartung der Heizung, die Reparatur von Haushaltsgeräten und auch der Schornsteinfeger. Wichtig ist noch: nicht bar zahlen! Das erkennt das Finanzamt nicht an.
  • Spenden absetzen: Gerade in der Weihnachtszeit wird ja gerne und viel gespendet. Auch Spenden könnt ihr von der Steuer absetzen. Bei Beträgen bis 200 Euro sogar ohne offizielle Spendenbescheinigung, da reicht der Kontoauszug. Bis Ende 2018 gilt dasselbe bei Spenden für Flüchtlingshilfeorganisationen. Übrigens könnt ihr auch Sachspenden und euren Zeitaufwand im Ehrenamt als Spende absetzen.
  • Arbeitszimmer einrichten: Richtet noch schnell ein Arbeitszimmer ein, dann könnt ihr noch bis zu 1250 Euro dafür absetzen. Das Arbeitszimmer muss aber der Mittelpunkt eurer beruflichen Tätigkeit sein. Wenn ihr das Arbeitszimmer zusammen mit eurem Ehepartner nutzt, darf jeder Gatte den vollen Betrag absetzen.
  • Doppelte Haushaltsführung nachweisen: Wenn ihr eine Zweitwohnung an eurem Beschäftigungsort habt, könnt ihr bis zu 1000 Euro der monatlichen Unterkunftskosten als Werbungskosten absetzen. Vorausgesetzt der Haushalt an eurem ersten Wohnort ist euer Lebensmittelpunkt.
  • Ausgaben vorziehen: Als Werbungskosten könnt ihr alles absetzen, was ihr für euren Beruf kauft oder bezahlt. Dazu zählen zum Beispiel Computer, Arbeitsmaterial und Fahrtkosten. 1000 Euro berücksichtigt das Finanzamt immer als steuerlichen Pauschbetrag für Werbungskosten. Wenn ihr aber über die 1000 Euro pro Jahr kommt, könnt ihr das auch von der Steuer absetzen. Dazu zählen auch vorweggenommen Werbungskosten. Zum Beispiel bei Pendlern, wenn ihr das Jahres-Bahnticket für 2019 noch dieses Jahr kauft.
  • Firmenwagen: Wer einen Dienstwagen hat und ihn privat nutzt, muss den geldwerten Vorteil entweder mit der 1-Prozent-Methode oder per Fahrtenbuch versteuern. Aber auch da könnt ihr noch was rausholen. Selbst bezahlte Kosten für eine Garage, Reparaturen oder Tanken könnt ihr von der Steuer absetzen. Also alle Belege sammeln!
  • Riester-Zulagen sichern: Jetzt noch schnell für 2018 einen staatlich geförderten Riester-Vertrag abschließen und Zulagen und Steuervorteile kassieren. Es gibt eine Grundzulage von 175 Euro, für ab 2008 geborene Kinder 300 Euro vom Staat direkt in den Riester-Vertrag und wenn ihr den Vertrag abschließt, bevor ihr 25 werdet, dann gibt’s einmalig 200 Euro. Und bis zu 2100 Euro pro Jahr an Riester-Beiträgen könnt ihr steuerlich absetzen.
  • Betreuungskosten absetzen: Die Kosten für zum Beispiel Kindergarten, Krippe oder Hausaufgabenbetreuung von bis zu 14-jährigen Kindern könnt ihr auch von der Steuer absetzen. Zwei Drittel der Ausgaben dürfen abgesetzt werden, maximal aber 4000 Euro pro Kind im Jahr. Sport- oder Nachhilfekosten zählen allerdings nicht dazu.

Mehr zum Thema Steuer: