09.01.2009 | Geld & Recht US-Fonds will Porzellanhersteller retten

Für den Traditions-Porzellanhersteller Waterford Wedgwood ist Rettung in Sicht: Ein US-Fonds will offenbar Teile des irischen Unternehmens kaufen.

US-Fonds will Porzellanhersteller retten
Waterford Wedgwood-Schild
Für den Traditions-Porzellanhersteller Waterford Wedgwood ist Rettung in Sicht: Ein US-Fonds will offenbar Teile des irischen Unternehmens kaufen.

Mit KPS Capital Partners sei eine Absichtserklärung über den Verkauf von «bestimmten Unternehmensteilen» vereinbart worden, teilte der Insolvenzverwalter Deloitte am Donnerstagabend mit. Zu Waterford Wedgwood, das eine 250-jährige Geschichte hat, gehört auch der deutsche Porzellanhersteller Rosenthal. Das Unternehmen aus Oberfranken ist von der Pleite nach eigenen Angaben aber nicht betroffen.

Der Chef von Waterford Wedgwood, David Sculley, sagte, die Absichtserklärung sei ein «entscheidender Schritt nach vorne« für die Firma. Der Porzellanhersteller hatte zu Beginn der Woche Insolvenz angemeldet. Dadurch sind rund 2700 Jobs in Irland und Großbritannien bedroht. Nach Medienangaben von Freitag plant KPS Capital, Stellen nach Asien zu verlagern.

Neben Waterford Crystal, Wedgwood und Rosenthal zählt auch die Marke Royal Doulton zu dem 250 Jahre alten Konzern, der vor allem durch das hellblaue Wedgwood-Porzellan mit weißen Verzierungen bekannt ist. Das Unternehmen hatte jahrelang Verluste geschrieben, vor allem der Markt in den USA war auch wegen der Finanzkrise eingebrochen. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - London ) (Quelle: )