07.01.2019 | Geld & Recht Erfolglose Antragstellung: Warum lehnen Banken eine Kreditanfrage ab?

Wer einen Kreditantrag stellt, setzt große Hoffnungen in die Bank. Schließlich benötigt der Antragsteller dringend Geld, um wie gewünscht investieren zu können. Fällt die Antwort des Kreditinstituts negativ aus, helfen nur noch der Gang zum Pfandleiher oder Kredite ohne Schufa. Doch aus welchen Gründen lehnen Banken eigentlich Kreditanfragen ab?

Minderjährigkeit und Selbstständigkeit

Um in Deutschland einen Kredit zu erhalten, müsst ihr volljährig sein. Wer mit unter 18 Jahren allein einen Kreditantrag stellt, wird garantiert eine Absage kassieren. Wie der deutsche Wohnsitz ist die Volljährigkeit Grundvoraussetzung, die ihr auf jeden Fall erfüllen müsst. Zudem ermöglichen nicht alle Banken selbstständig Tätigen die Aufnahme eines Darlehens als Privatkunde. Viele Kreditinstitute setzen ein gesichertes Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit voraus und schließen Freiberufler dadurch aus. Wer 7 wertvolle Tipps für den Weg in die Selbstständigkeit beachtet und für sein Unternehmen einen Kredit benötigt, wird meist in den Geschäftskunden-Angeboten fündig.

Einkommen

Das Einkommen spielt bei der Kreditvergabe eine entscheidende Rolle. Lehnt die Bank euren Antrag ab, könnte es schlichtweg daran liegen, dass ihr zu wenig verdient. Bei kleinen Kreditsummen muss dies kein bedeutendes Problem sein, doch bei umfangreicheren Beträgen ist das Risiko vielen Banken einfach zu groß. Demnach könnte auch eine Diskrepanz zwischen eurem Einkommen und der von euch gewünschten Kreditsumme vorliegen. Wer unbedingt einen größeren Betrag benötigt, der muss zwangsläufig dafür sorgen, mehr zu verdienen. Die vorhandenen Chancen auf einen Aufstieg am Arbeitsplatz sollten dann ausgelotet werden. So sind beispielsweise die Karrieremöglichkeiten bei Coca Cola und anderen bekannten Konzernen durchaus gut.

Überzogener Dispo und negative Schufa-Einträge

Ist euer Dispositionskredit überzogen, läuten bei vielen Banken die Alarmglocken. Dies ist einer der häufigsten Gründe für die Ablehnung eines Kredits. Die gute Nachricht: Wer die Verbindlichkeiten in einen Ratenkredit mit günstigeren Konditionen umschulden und dadurch Geld sparen kann, der verschafft sich schlagartig eine bessere Position. Ebenso oft wie an der Überziehung des Dispos scheitern Verbraucher an einem schlechten Schufa-Score. Zwar könnt ihr euch vor Fehlurteilen der Schufa schützen. Doch wenn die negativen Einträge berechtigt sind, könnt ihr nur an eurer Kreditwürdigkeit arbeiten.

Befristetes Arbeitsverhältnis und Probezeit

Banken sehen es gerne, wenn der Antragsteller einer unbefristeten Tätigkeit nachgeht. Ist die Arbeitsstelle lediglich befristet und geht die Laufzeit des Darlehens über das Ende der Anstellung hinaus, sind zahlreichen Kreditinstituten die Risiken zu groß. Freilich kann jeder Antragsteller eine Restschuldversicherung abschließen, allerdings verteuert jene den Kredit ungemein. Eine Ablehnung kann auch dann vorkommen, wenn ihr euch in Probezeit befindet. Zwar gibt es klare Richtlinien zur Probezeit und wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, wird seinen Arbeitsplatz auch nicht verlieren. Doch Banken wollen Planungssicherheit.

Offene Rücklastschriften und Inkassounternehmen

Kreditinstitute mögen es gar nicht, wenn sie auf euren im Rahmen der Antragstellung übermittelten Kontoauszügen offene Rücklastschriften entdecken. Dies ist für Banken stets Zeichen dafür, dass das Konto nicht gedeckt gewesen ist. Ebenso unwillkommen sind aus Sicht des Antragstellers berechtigte Forderungen von Inkassounternehmen. Hier erkennen Banken sofort, dass ihr Gläubigern Geld schuldet. Dies ist für die Kreditwürdigkeit eines an einem Darlehen interessierten Verbrauchers natürlich schädlich. Vorsicht solltet ihr jedoch walten lassen, wenn es um unseriöse, unrechtmäßig Mahnbriefe verschickende Inkassounternehmen geht. Jene versuchen immer wieder, auf kriminelle Weise Geld einzutreiben.