15.12.2021 | Geld & Recht Weihnachtstrinkgeld: Welche Geschenke Postboten und Co annehmen dürfen

Ob Postbote, Müllabfuhr oder Zeitungszusteller - in der Weihnachtszeit möchten sich viele Menschen für die alltäglichen Dienstleistungen bedanken. Doch ist ein Weihnachtstrinkgeld oder ein kleines Geschenk überhaupt erlaubt?

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In vielen Regionen gibt es in der Weihnachtszeit die Tradition, den Briefzustellern, Mitarbeitern der Müllentsorgung oder auch anderen Dienstleistern wie Zeitungszustellern ein kleines Geschenk zu überreichen. Oft handelt es sich dabei um ein Trinkgeld - doch das kann zu Problemen führen.

Welcher Dienstleister darf welche Geschenke annehmen?

Viele Unternehmen möchten möglicher Bevorteilung oder gar Korruption vorbeugen. Denn Geschenke könnten ein Versuch vonseiten des Kunden sein, sich einen Vorteil zu erschleichen.  Setzen sich Mitarbeiter über entsprechende Anweisungen hinweg, kann dies auch arbeitsrechtliche Konsequenzen in Form einer Abmahnung bis hin zur Kündigung bedeuten.

Wer welche Geschenke annehmen darf, ist arbeitsvertraglich geregelt. Häufig wird dabei zwischen Sachgeschenken und Geldgeschenken unterschieden. 

Vor allem für Mitarbeiter, die bei einer Stadt oder Kommune angestellt sind - wie es beispielsweise bei der Müllabfuhr der Fall ist -  gelten oft besonders strenge Vorgaben. Die Annahme von Geldgeschenken ist meist vollständig untersagt, kleine Sachgeschenke hingegen gehen in Ordnung.

Unbedenklicher ist es bei privaten Unternehmen wie Hausmeister-Services oder Reinigungsfirmen. Dort gibt es häufig keine strengen Vorgaben.

Trinkgelder bei der Deutschen Post haben Tradition

Bei der Deutschen Post dürfen geringwertige Sachgeschenke bis zu einem Wert von 25 Euro angenommen werden - alternativ sind aber auch Trinkgelder möglich, die aber meist weit darunter liegen. Wer sich als Trinkgeld-Geber unsicher ist, der fragt den Boten seines Vertrauens einfach, ob er das kleine Weihnachtsgeld auch annehmen darf. 

Welchen Wert dürfen die Geschenke haben? 

Geringfügige weihnachtliche Bargeldzuwendungen gehen häufig in Ordnung und stellen eine Ausnahme dar. Konkret fallen Bargeldzuwendungen bis zu 25 Euro darunter.

Auch Gutscheine stellen eine gute Alternative zum klassischen Weihnachtstrinkgeld dar - sofern sie den Wert von 25 Euro nicht überschreiten. Denn sie gelten als Sachgeschenke.

Ebenfalls erlaubt sind Anerkennungen im sozialverträglichen Rahmen. Das heißt: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, damit der Dienstleister gar nicht erst in Schwierigkeiten kommt, schenkt beispielsweise einfach einen Schoko-Weihnachtsmann.