09.03.2020 | Gesundheit Corona-Schulausfälle in Bayern: Muss mein Kind in der Wohnung bleiben?

Viele Schulen und Kindergärten in Bayern haben gerade aus Angst vor dem Corona-Virus geschlossen. Die Kinder wird es freuen, aber dürfen diese trotzdem rausgehen und ihren Hobbys nachgehen oder müssen sie in der Wohnung bleiben?

Foto: Paul Zinken/dpa

In  zahlreichen Schulen und Kindergärten in Bayern fällt die Schule aus - der Grund: Die Angst vor neuen Infizierten mit dem Corona-Virus. Ob eine Schule oder eine Kita geschlossen bleibt, entscheiden dabei die örtlichen Gesundheitsbehörden. 

Doch was dürfen die Kinder eigentlich, wenn die Schule oder der Kindergarten geschlossen hat und ausfällt? Dürfen diese sich trotzdem mit Freunden treffen oder ihren Hobbys nachgehen? Was passiert wenn Schüler in Quarantäne gesteckt werden? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Meine Schule oder mein Kindergarten hat geschlossen - darf mein Kind trotzdem in den Sportverein oder seinem Hobby nachgehen?

Grundlegend gilt: Auch in Zeiten von Corona gilt weiterhin die Schulpflicht. Das heißt, Eltern dürfen ihre Kinder nicht einfach aus Angst vor einer möglichen Ansteckung daheim lassen. Anders sieht es bei dem Kitas aus. Für diese gibt es keine Besuchspflicht. Eltern dürfen frei entscheiden ob sie ihren Nachwuchs hinschicken oder nicht. 

Genauso ist es bei privaten Hobbys oder im Sportverein. Nur weil eine Schule oder eine Kita geschlossen hat, bedeutet das nicht, dass die Kinder komplett daheim bleiben müssen. Freunde treffen, in den Fußballverein gehen oder den Nachhilfetermin wahrnehmen liegt im eigenen Ermessen. 

Was passiert wenn mein Kind unter häusliche Quarantäne gestellt wird? 

Die Entscheidung über eine häusliche Quarantäne trifft das örtliche Gesundheitsamt. Diese wird vom Robert-Koch-Institut auf 14 Tage vorgeschrieben - solange dauert die Inkubationszeit des Virus. 

Sobald euer Kind oder jemand aus eurer Familie unter Quarantäne gestellt wird, gilt für diese Person Hausarrest. Die betroffene Person sollte dann die Quarantäne in einem getrennten Raum verbringen und Körperkontakt mit den anderen Familienmitgliedern dringend vermeiden. Zudem sollte regelmäßig Rücksprache mit dem örtlichen Gesundheitsbehörden gehalten werden. 

Personen unter Hausarrest sind damit logischerweise von der Kita, Schule und der Arbeit freigestellt. Daran solltet ihr euch auch dringend halten, nur so kann eine weitere Verbreitung vom Corona-Virus verhindert werden. 

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