16.03.2021 | Gesundheit Corona-Tests bei Kindern: Die FAQ zu euren Fragen

Schulen und Kitas öffnen langsam immer weiter den Regelbetrieb. Mit Öffnungen gehen aber auch Testungen einher. Alles, was ihr dabei beachten müsst, erfahrt ihr hier bei uns.

Foto: Matthias Balk / dpa Der Schüler einer vierten Klasse lässt sich hier während eines selbst durchgeführten Coronatests ein Wattestäbchen aus einem Teströhrchen in den Mund fallen. Für den Corona-Selbsttest, der als PCR-Test von einem Labor ausgewertet wird, nehmen die Schüler für einige Sekunden ein Watte-Röhrchen in den Mund, das sich während dieser Zeit mit Speichel vollsaugt.

Die Devise heißt "Langsam aber sicher". Schritt für Schritt kehren immer mehr Schüler in den Wechselunterricht und in ihre Klassenzimmer zurück. Um eine dritte Welle besser kontrollieren zu können, ist das oberste Gebot das Testen in der breiten Masse. Damit gehen aber auch viele neue Fragen einher. Wir haben sie in den folgenden FAQ für euch zusammengefasst. 

Corona-Tests bei Kindern - Die FAQ:

Welche Testmöglichkeiten gibt es für Kinder?

Wie auch bei Erwachsenen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Kinder auf eine mögliche Infektion zu testen. Dabei werden auch die gleichen Methoden angewandt. So können Antigen-Schnelltests durchgeführt oder Nasen- und Rachenabstriche zur PCR ins Labor geschickt werden. Auch sogenannte Gurgeltests können hier Verwendung finden. Bei diesen gurgeln Kinder Rachenspülwasser, von welchem anschließend eine Probe entnommen und zur Untersuchung ins Labor geschickt wird. 

Beschwerden beim Testen

Abstriche aus dem Rachen zu nehmen, geht für die Testperson oft mit einem unangenehmen Gefühl im Hals einher und kann auch den Würgereiz aktivieren. Dr. Dominik A. Ewald, Landesvorsitzender vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) Bayern, hält Abstriche bei Kindern aber  für "gut durchführbar, sicher und ohne Beschwerden für das Kind", wenn die Tests von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. 

Selbsttests

Dies gilt allerdings nicht automatisch für Selbsttests, die auch von Laien durchgeführt werden können. Diese funktionieren allesamt nur mit Abstrichen aus der Nase, die auch für Kinder unangenehm sein können - obwohl die Teststäbe kürzer sind und der Tupfer weniger tief eingeführt werden muss als bei herkömmlichen Tests. 

Können Kinder den Abstrich auch selber machen?

Kinder können einen Abstrich auch selber machen. Wichtig ist allerdings, dass sie zuvor eingewiesen wurden und wissen, was sie zu tun haben und wie sie ihn richtig durchführen. Beim Testen selbst sind Geduld und Ruhe wichtig, um Fehler zu vermeiden.

Ist der Nasenabstrich im Liegen angenehmer?

Laut des Sprechers des Berliner Landesverbandes im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, Jakob Maske, kann es Kindern helfen, einen Nasenabstrich im Liegen vorzunehmen. Er ergänzt: 

"Man kann, gerade bei Infekten, wo die Schleimhaut sowieso so empfindlich ist, schnell Nasenbluten auslösen - das ist nicht schlimm in der Regel, versetzt Eltern aber oft in Panik"

Werden Kinder in Schulen und Kitas getestet?

Aktuell werden Schüler über 15 Jahre und Lehrer in dezentralen Testzentren an Schulen getestet. Auch Selbsttests sollen noch vor der Osterferien an Schulen angeliefert werden - für die Zeit nach Ostern steht sogar eine Testpflicht von Schülern im Raum. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Wann müssen Kinder getestet werden?

Eine Testpflicht besteht immer dann, wenn es das Gesundheitsamt oder ein Arzt anordnet. Kurzzeitig waren Kinder in Kitas dazu verpflichtet, bei Erkältungssymptomen einen negativen Test vorlegen zu müssen. Diese Regelung wurde allerdings schnell wieder außer Kraft gesetzt. 

Haben Kinder bei einer Erkrankung Symptome?

Immer wieder werden Kinder positiv getestet, obwohl sie zuvor keinerlei Symptome gezeigt haben. Dies liegt daran, dass Kinder nur sehr selten schwere Verläufe bei einer Corona-Infektion aufweisen. So bleiben Infektionen sehr oft unentdeckt. Selbsttests könnten dabei helfen, unsichtbare Ansteckungsketten in Zukunft zu durchbrechen.

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