25.06.2014 | Gesundheit Damit Büroarbeit nicht krank macht - Lösungen für Gesundheit und Effizienz am Arbeitsplatz

Damit Büroarbeit nicht krank macht - Lösungen für Gesundheit und Effizienz am Arbeitsplatz
Bewegungsmangel, einseitige Belastung und Stress führen oft zu Rückenleiden. Foto: Arno Burgi/Archiv
Ökonomisch bedeutet dies, dass arbeitsbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen jährliche Kosten von circa 28 Milliarden Euro verursachen. Etwa zwei Drittel dieser direkten und indirekten Kosten werden Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems zugeschrieben. Die Statistiken der Krankenkassen veranschaulichen das Problem: Muskel-Skelett-Erkrankungen nehmen eine Spitzenstellung ein. Fast 30 % aller Arbeitsunfähigkeitstagegehen auf Erkrankungen des Bewegungsapparates zurück. Diese Zahlen werden durch Befragungsergebnisse untermauert: Rückenschmerzen führen die "Hitliste" der Beschwerden an: 45 % der Befragten leiden häufig darunter. An zweiter Stelle stehen Verspannungen und Verkrampfungen der Muskulatur: 34 % der Arbeitnehmer sind häufig davon betroffen. Und mehr als zwei Drittel der Befragten sehen einen Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz.

Maßnahmen am Arbeitsplatz

Welche beruflichen Belastungen zu Rückenschmerzen führen können, ist in ergonomischen Studien über die optimale Gestaltung von Arbeitsplätzen untersucht worden. Komplexe Kommunikations- und Arbeitsabläufe lassen sich heute durch wenige Mausklicks erledigen. Die E-Mail löst das persönliche Gespräch ab. Einerseits schafft dies Effektivität, denn die Kommunikationspartner sind nicht mehr direkt den Spannungen ihres Gegenübers ausgesetzt. Andererseits erfährt der arbeitende Mensch allerdings weniger Spiegelung durch seine Umgebung, ist ausschließlich auf die schnelle Erledigung seiner Aufgaben konzentriert und verliert dadurch den Bezug zu sich selbst. Auch auf der körperlichen Ebene.

Der Nacken verspannt, der Rücken verkrampft, die Augen werden müde. Beugen Sie vor, indem Sie Ihre Muskulatur stärken. Zum Beispiel mit diesen einfachen Übungen für daheim.

Abhilfe schaffen können aber auch schon technischen Veränderungen am Arbeitsplatz. Durch die Optimierung von Bürostühlen, Beleuchtung, Fußbodenbelägen oder Arbeitsgeräten wie Dokumente-Vorlagenhalterung, Vertikalmaus, Armauflage ect. können sie zur Reduzierung physischer Risikofaktoren beitragen. Aufgrund dieser substantiellen Anforderungen gewinnt der Faktor Gesundheit immer stärker an Bedeutung. Unternehmen, die gezielt in die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren, profitieren nachweislich von:

  • gesteigerter Motivation und verbessertem Arbeitsklima

  • mehr Innovation und Kreativität

  • höherer Produktivität und hochwertigen Arbeitsergebnissen

  • verantwortungsvollem Firmenimage

  • verringerter krankheitsbedingter Abwesenheit und Fluktuation