23.11.2021 | Gesundheit Die wichtigsten Antworten zur Booster-Impfung: Das müsst ihr wissen!

Die STIKO empfiehlt eine Auffrischungsimpfung für alle Personen ab 18 Jahren. Wer seine Impfung wann und mit welchem Impfstoff auffrischen lassen sollte, lest ihr hier.

Foto: dpa / Sven Hoppe

Seit letzter Woche hat die STIKO ihre COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert. Nachdem vorher nur Personen, die älter als 70 Jahre alt sind oder in einem Pflegeheim leben und Pflege- sowie Klinikpersonal die dritte Impfung wahrnehmen sollten, sollen sich jetzt alle boostern lassen. 

Aber da kommen natürlich diverse Fragen auf:

Wir haben die Antworten auf eure wichtigsten Fragen zur Booster-Impfung: 

Warum muss die Impfung aufgefrischt werden?

Studien zufolge kann der Impfschutz mit der Zeit nachlassen, insbesondere bei Älteren oder bei Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben. Vor allem bei älteren Menschen kann eine Auffrischungsimpfung den Impfschutz wieder deutlich erhöhen. Der Körper bildet mehr Antikörper und kann sich so noch besser vor dem Virus schützen. Die Auffrischungsimpfung wirkt wie ein Booster für das Immunsystem – deshalb wird sie auch als Booster-Impfung bezeichnet.

Wann soll aufgefrischt werden? 

Grundsätzlich soll die Impfung im Abstand von 6 Monaten zur zweiten Impfstoffdosis erfolgen. Eine Verkürzung auf 5 Monate ist im Einzelfall - und wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind - möglich. Die Empfehlung zur Auffrischimpfung gilt auch für Schwangere ab dem 2. Trimenon, also ab der 13. Schwangerschaftswoche. Wer als ersten Impfschutz den Vektorimpfstoff von Johnson&Johnson erhalten hat, kann sich die Auffrischungsimpfung ab der vierten Woche nach der ersten Impfung holen.

Was passiert, wenn ich mir die Booster-Impfung früher oder später als empfohlen hole? 

Grundsätzlich passiert erstmal nichts, allerdings ist es sinnlos, sich schon nach 2 Monaten die Auffrischungsimpfung zu holen, dadurch hält der Schutz nicht zwangsläufig langer an. Wer zu lange auf die Booster-Impfung wartet, hat gegebenenfalls keinen oder nur noch sehr wenig Schutz und ein höheres Infektionsrisiko. 

Wo bekomme ich die Auffrischungsimpfung?

Auffrischungsimpfungen erfolgen unter anderem durch mobile Impfteams, die Hausärzte sowie durch Betriebsärzte oder in Impfzentren nach vorheriger Terminvereinbarung. 

Sind die Nebenwirkungen bei der dritten Impfung stärker? 

Bei der Auffrischungsimpfung treten nicht mehr oder weniger Nebenwirkungen auf als bei der ersten oder zweiten Impfung. Da der Körper die Antigene des Virus schon kennt, bildet er einfach weitere Antikörper, wie schon bei den ersten beiden Impfdosen.

Mit welchem Impfstoff soll aufgefrischt werden?

Unabhängig davon, welcher Impfstoff bei den ersten beiden Impfungen verwendet wurde, soll für die Auffrischimpfung ein mRNA-Impfstoff, also Comirnaty von BioNTech/Pfizer und Spikevax von Moderna verwendet werden. Insbesondere für die Menschen, die mit einem Vektor-Impfstoff (Vaxzevria von AstraZeneca und Janssen® von Johnson & Johnson) geimpft wurden, gilt eine sogenannte Kreuzimpfung mit einem mRNA-Imfpstoff als besonders wirksam.

Was ist das Problem mit Moderna?

Seit Mittwoch, den 10.11.2021, empfiehlt die STIKO, Personen unter 30 Jahren ausschließlich mit dem Impfstoff Comirnaty von BioNTech zu impfen. Grund dafür sind seltene Nebenwirkungen bei Spikevax von Moderna, die schon länger bekannt sind. Es geht um Entzündungen von Herzmuskel und Herzbeutel, die vor allem bei jungen Männern etwas häufiger vorkommen, nachdem sie mit Moderna geimpft wurden. Diese Komplikationen verlaufen aber in den meisten Fällen mild und sind gut behandelbar. Vereinzelt hat es allerdings auch Todesfälle gegeben. Bei Menschen über 30 Jahren gibt es bei Geimpften nicht mehr Fälle von Herzmuskelerkrankungen als üblich. Das Risiko hängt daher mit dem Alter zusammen, sodass sich ältere Menschen über 30 Jahren keine Sorgen machen müssen.

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