16.04.2021 | Gesundheit ​Dritte Impfdosis: So sieht der Pfizer-Chef künftige Impfungen

Viele haben noch nicht einmal ein Impfangebot für den ersten Pikser, jetzt spricht der Pfizer-Chef schon von der dritten Dosis. Darüber hinaus könnte laut seiner Einschätzung eine jährliche Auffrischung notwendig werden.

Foto: Marijan Murat/dpa

Die Impfkampagne ist in Deutschland angerollt. Am Mittwoch, den 14. April 2021, wurde ein neuer deutschlandweiter Impfrekord von 738.501 verimpften Dosen aufgestellt.

Fortschritte bei Impfkampagne

Immer mehr Politiker sprechen mittlerweile über eine Auflockerung der Priorisierungsgruppen, um noch mehr Menschen ein Angebot machen zu können. Und auch die Impfstoff-Lieferungen scheinen momentan relativ stabil und verlässlich zu sein.

Merkel lässt sich impfen

Laut Medienberichten möchte sich heute, am 16. April 2021, sogar Kanzlerin Merkel mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Sie ist über 60 Jahre alt und somit in der Altersgruppe, für die der Impfstoff empfohlen ist.

Langfristige Perspektive

Einen mittelfristigen Impfplan gibt es bereits: Erste Dosis, zweite Dosis, Immunisierung. Wie lange diese aber anhält und ob man trotz Impfung noch andere anstecken kann, ist immer noch nicht geklärt. Laut aktuellen Studien bietet die Impfung eine Schutzwirkung von mindestens sechs Monaten. Das könnte aber auch bedeuten, dass es nicht bei zwei Impfdosen bleiben würde.

Dritte Dosis und jährliche Auffrischung

Pfizer-Chef Albert Bourla glaubt, dass eine dritte Spritze und anschließend eine jährliche Auffrischung notwendig werden:

„Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass es die Notwendigkeit einer dritten Dosis geben wird, irgendwo zwischen sechs und zwölf Monaten, und danach eine jährliche Neu-Impfung, aber all das muss noch bestätigt werden“

Gerade auch die verschiedenen Mutanten spielen dabei eine wichtige Rolle. Bourla steht mit seiner Einschätzung nicht alleine da. Auch andere Pharma-Vertreter und Wissenschaftler haben sich schon für ein solches Vorgehen ausgesprochen. So testen auch Pfizer-Partner Biontech und andere Hersteller die Wirkung möglicher Auffrischungs-Impfungen.

Gewinner der Pandemie?

Dabei ist allerdings nicht zu vergessen, dass momentan vor allem die Hersteller selbst auf ein solches Verfahren drängen. Also die, die am Ende auch die Rechnungen für gelieferten Impfstoff stellen. Wie tatsächlich in der langfristigen Pandemie-Bekämpfung verfahren werden soll, werden Studien zur Immunisierungsdauer und Übertragbarkeit zeigen können. 

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