15.12.2021 | Gesundheit Ernährung in der Schwangerschaft: Darauf sollten werdende Mütter achten

Eine Schwangerschaft bedeutet einen massiven Einschnitt im Leben der werdenden Mutter. In ihr wächst ein neues Leben heran. Damit das ungeborene Baby bereits im Mutterleib alles erhält, was es benötigt, ist die Ernährung in der Schwangerschaft überaus wichtig. Schließlich isst die zukünftige Mami „für zwei“: Das betrifft zwar nicht wie häufig angenommen die Menge der Nahrungsmittel, aber dafür umso mehr deren Inhaltsstoffe. Schon während der Schwangerschaft lässt sich so der Grundstein für ein gesundes Kind legen. Worauf aber kommt es bei den richtigen Essgewohnheiten für Schwangere an und worauf sollten werdende Mütter lieber verzichten?

Schwangere Frauen müssen beim Essen ihr Baby im Hinterkopf haben

Zunächst einmal lässt sich aus Medizinersicht Folgendes sagen, wenn es um die Essgewohnheiten von Schwangeren angeht: Grundsätzlich benötigen werdende Mamis keine spezielle Ernährung, um sich und ihr ungeborenes Kind ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen. Voraussetzung ist aber eine ausgewogene Ernährungsweise, die im Idealfall natürlich schon vor der Schwangerschaft eingehalten wurde. 

In den letzten Monaten der Schwangerschaft ist der Bedarf an Vitaminen und Mineralien beziehungsweise Spurenelementen aber deutlich erhöht. Besonders Folsäure Jod und Eisen sollten dann in größeren Mengen als gewöhnlich zu sich genommen werden, gerne auch bereits zu Beginn der Schwangerschaft. Empfohlen wird aus Expertensicht eine Ernährung, die vornehmlich aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, fettarmen Milcherzeugnissen, fettarmem Fleisch und fettreichen Fischsorten besteht. 

Das alte Gerücht, werdende Mütter müssten „für zwei“ essen, hat sich übrigens nicht bewahrheitet: Untersuchungen zeigen, dass der Energiebedarf während der Schwangerschaft lediglich um etwa zehn Prozent steigt. Es ist ratsam, insbesondere den Bedarf an Folat mithilfe von Folsäurepräparaten zu decken, wie sie etwa in der Versandapotheke sanicare.de erhältlich sind. Rücksprache mit dem behandelnden Arzt kann hierbei nicht schaden, um den individuellen Bedarf zu ermitteln.

Während der Schwangerschaft vegetarisch leben: geht das?

Frauen, die sich für eine vegetarische Lebensweise entschieden haben, möchten diese oftmals auch während der Schwangerschaft weiter aufrechterhalten. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, eine ovo-lacto-vegetarische Ernährungsweise auch als werdende Mutter beizubehalten, denn der Verzehr von Fleisch ist für das ungeborene Kind nicht unbedingt erforderlich. Auch Milchprodukte sollte dagegen nicht verzichtet werden, damit sich der Fötus gesund entwickeln kann. Eine streng vegane Ernährung gänzlich ohne tierische Produkte kann etwa negative Auswirkungen auf das kindliche Nervensystem haben und Entwicklungsverzögerungen mit sich bringen. 

Da Frauen, die sich vegetarisch ernähren, naturgemäß keinen Fisch zu sich nehmen, kann es sinnvoll sein, die für das Kind wichtigen Omega-3-Fettsäuren über entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Zudem ist eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte durch den behandelnden Arzt anzuraten, um eventuellen Mangelerscheinungen vorzubeugen, die sich auch negativ auf das Baby auswirken können. Auch hier gibt es viele weitere nützliche und praktische Infos und Tipps rund um das Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“.

Koffein, Alkohol, Rohprodukte: Was ist für Schwangere tabu?

Da sich die Ernährungsgewohnheiten der werdenden Mutter unmittelbar auf das ungeborene Baby auswirken, sollten Schwangere bei einigen Produkten sehr vorsichtig sein, um den Fötus nicht versehentlich zu schädigen. Nicht vollständig durchgegartes Fleisch oder Produkte wie Rohwurst und Rohschinken können zu einer gefährlichen Toxoplasmose führen und sollten daher lieber gemieden werden. Grundsätzlich gilt Vorsicht bei allen Lebensmitteln, die nicht ausreichend erhitzt wurden. Auch bereits geschnittene und abgepackte Salatmischungen aus dem Supermarkt können Gefahren bergen und sollten während der Schwangerschaft lieber gemieden werden. 

Frauen, die gerne Kaffee trinken, können auf koffeinfreie Sorten zurückgreifen oder aber geringe Mengen des Genussmittels zu sich nehmen. Experten empfehlen in diesem Zusammenhang, nicht mehr als drei Tassen Kaffee pro Tag zu verzehren und auf Energydrinks vollständig zu verzichten. Alkohol sollte während der Schwangerschaft dagegen vollständig tabu sein: Es gibt keine Menge und kein Zeitfenster, in dem der Konsum alkoholischer Getränke unbedenklich ist. Zum Schutze des ungeborenen Babys ist es daher besser, keinen Alkohol zu sich zu nehmen. 

Da auch während der Stillzeit die Ernährung der Mutter auch für das Neugeborene entscheidend ist, raten Mediziner dazu, nicht direkt nach der Geburt in ungesunde Gewohnheiten zu verfallen, sondern sich weiterhin ausgewogen zu ernähren. Beratungen bezüglich der richtigen Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit bieten Frauen- und Kinderärzte ebenso wie Familieneinrichtungen.