08.08.2019 | Gesundheit Gefährliche Bakterien und Viren: Ist euer Badesee betroffen?

Nach dem Tod einer Frau an der Ostsee herrscht bei Badenden und Schwimmern große Verunsicherung. Gefährliche Bakterien und auch Viren in Gewässern können der Gesundheit schwer zusetzen. Zuletzt wurden auch im Landkreis Bamberg bedenkliche Erreger nachgewiesen und Seen gesperrt. Doch wie sicher ist euer Badesee? So erkennt ihr, ob ihr ohne Bedenken baden gehen könnt.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Mehr als 100 Menschen hatten über Übelkeit und Durchfall geklagt: Im Landkreis Bamberg mussten drei Badeseen aufgrund von einem erhöhten Aufkommen von Blaualgen und Noroviren gesperrt werden. Betroffen sind der Badesee in Frensdorf, der Ebinger See und der Baggersee Breitengüßbach. Blaualgen wachsen, wenn es heiß ist und der See wenig Zufluss bekommt. Woher die Viren allerdings kamen, ist noch unklar. Auch, ob die Seen diese Saison wieder benutzbar sein werden, steht noch nicht fest. 

Wollt ihr sichergehen, dass euer Badesee sicher vor Bakterien ist? Das Bayerische Landesamt für Gesundheit hat einen Überblick über die bayerischen Seen erstellt:

Checkt hier ganz einfach die Wasserqualität!

Eine Frau stirbt an den Bakterien

Noch dramatischer war es an der Ostsee: Dort treiben bei den hohen Temperaturen die Vibrionen ihr Unwesen. Eine Frau, die durch ihr geschwächtes Immunsystem besonders gefährdet war, erlag den Bakterien. Zwölf Spezies der sogenannten Stäbchenbakterien können gefährlich für den Menschen werden, der bekannteste ist wohl der Erreger der Cholera. Bei Wassertemperaturen von über 20 Grad vermehren sie sich besonders schnell. 

Gelangen die Bakterien über die Haut in den Körper, können sie zu schweren Wundinfektionen führen. Besonders gefährdet sind Menschen mit chronischen Vorerkrankungen, geschwächten Immunsystem und offenen Wunden. Ärzte raten dringend, kleinere Wunden mit wasserabweisenden Pflastern zu versorgen und bei größeren Wunden auf Baden zu verzichten. Allgemeines Badeverbot an der Ostsee besteht bisher noch nicht. 

Warum wir die Gefahr im See nicht immer erkennen können

Die Cyanobakterien könnt ihr daran erkennen, dass das Wasser blaugrün getrübt ist. Wenn ihr bis zu den Knien im Wasser steht und eure Füße nicht mehr sehen könnt, sind zu viele Cyanobakterien im Wasser. Auch Schlierenbildung, Algenteppiche oder tote Fische können auf Blaualgen hinweisen. Die harmlose Grünalge kann allerdings auch zu Schlieren und Algenteppichen führen. Eine genaue Bestimmung ist dementsprechend nur im Labor möglich. 

Die Noroviren lassen sich mit dem bloßen Auge nicht erkennen. Sie gelangen meist durch Fäkalien oder starke Verschmutzungen in die Seen und können nur im Labor erkannt werden. 

Informiert euch also am besten immer vorher, wie gut das Wasser in eurem Badesee ist. Hier könnt ihr direkt nachlesen.