05.10.2018 | Gesundheit Grippe-Impfung: Das ist neu, das müsst ihr jetzt wissen!

Mit dem Beginn der Herbstzeit 2018 rückt auch die Grippe-Saison immer näher. Experten empfehlen sich bereits jetzt impfen zu lassen. Wir haben die wichtigsten Infos für euch zusammengefasst.

Auch wenn die großen Grippewellen meist erst zum dem Jahreswechsel über Bayern ziehen, sollten die Vorbereitungen laut Experten schon jetzt beginnen. Um rechtzeitig und vollständig geschützt zu sein, empfiehlt etwa das Robert-Koch-Institut den Oktober, um sich mit einer Grippe-Impfung auf die Viren vorzubereiten.

Der Grund: Nach dem kleinen Piks kann es bis zu zwei Wochen dauern bis der Schutz im Körper komplett aufgebaut ist. Wer jetzt allerdings keine Zeit hat, muss nicht in Panik geraten: Auch eine spätere Impfung ist sinnvoll, da die Grippe-Hochphase uns ja erst noch bevorsteht.

Wer sollte sich unbedingt impfen lassen?

Empfohlen wird eine Grippe-Impfung vor allem für Personen über 60, Schwangere oder Menschen, deren Immun-System ohnehin bereits geschwächt ist, wie etwa chronisch Kranke. Diese Gruppen haben demnach ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe.

Für gesunde Personen unter 60 gibt es keine ausdrückliche Impfempfehlung, da die Krankheit meist ohne ernsthafte Gesundheitsrisiken abläuft. Allerdings haben etwa medizinisches Personal oder Personen, die beruflich mit vielen Menschen in Kontakt kommen ein erhöhtes Risiko sich anzustecken. Das Robert-Koch-Institut rät auch hier zu einer Grippe-Impfung.

Zahlt die Krankenkasse?

In diesem Winter ist es vorbei mit der gefühlten Zwei-Klassen-Gesellschaft – zumindest in Punkto Grippe-Impfung. Nach der großen Grippe-Epidemie im vergangenen Jahr übernehmen 2018/19 auch die allermeisten gesetzlichen Krankenkassen, darunter etwa die AOK und die TK, die sogenannte Vierfach-Impfung.

Diese schützt, wie der Name schon sagt, vor einem Erreger mehr als die Dreifach-Impfung, war letztes Jahr aber meist Privat-Versicherten vorbehalten. Allerdings war genau dieser vierte Virus 2017/18 der am meisten verbreitete und sorgte so für das enorme Ausmaß der Grippe-Erkrankungen.

Kann ich von einer Grippe-Impfung krank werden?

Normalerweise wird man nach einer Grippe-Impfung nicht krank. Allerdings baut der Körper ja durch eine Mikro-Infektion Antikörper auf. Deshalb kann die Impfung auch eine leichte Erkältung nach sich ziehen, die allerdings in ein bis zwei Tagen wieder vergeht.

Das ist aber nicht die Regel. Wie bei jeder Impfung kann es daneben zu kleineren Rötungen oder Schwellungen an der Einstich-Stelle kommen.

Kann ich nach der Impfung nicht mehr krank werden?

Vor normalen Erkältungen ist man auch mit einer Influenza-Impfung nicht geschützt. Und auch vor der „echten“ Grippe bietet keine Impfung einen 100-prozentigen Schutz.

Einerseits kann krank werden, wer sich ansteckt, wenn der Schutz noch nicht voll im Körper aufgebaut ist (10-14 Tage nach dem Piks). Andererseits bereitet die Impfung uns auch nur auf die meist verbreiteten Grippe-Viren vor. Absolut sicher ist man also nicht.

Muss ich mich jedes Jahr neu impfen lassen?

Da sich die Viren ständig verändern wirken Impfungen aus dem vergangenen Jahr meist schon im Winter darauf nicht mehr.

Die Welt-Gesundheits-Organisation beobachtet permanent welche Virus-Typen im Umlauf sind und kann so eine Empfehlung geben, welche Erreger im Winter zu erwarten sind. Auf dieser Basis wird dann der neue Impfstoff produziert.

Das Robert-Koch-Institut gibt in seinem Impf-Kalender einen guten Überblick welche Impfungen wann für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene empfohlen sind.